Otfried Preußler

Otfried Preußler (Jahrgang 1923) ist ein deutscher Kinderbuchautor, der mit dem Kinderbuch-Klassiker „Der kleine Wassermann“ bekannt geworden ist. Auch „Der Räuber Hotzenplotz“, „Krabat“, „Das kleine Gespenst“ und weitere beliebte Kinderbücher stammen aus seiner Feder. Otfried Preußler stammt aus Nordböhmen. Seine Heimat sollte Preußler und seine Geschichten nachhaltig prägen. Schon als kleiner Junge beschäftigte er sich gemeinsam mit seinem Vater, einem Lehrer, Heimatforscher und Volkskundler, mit den Sagen aus dem böhmischen Teil des Isergebirges. Preußler plante, Landesgeschichte zu studieren und eine Professur an der Karlsuniversität in Prag anzunehmen, wurde jedoch zum Kriegsdienst im Zweiten Weltkrieg eingezogen, bevor er diese Pläne in die Tat umsetzen konnte. 1944 geriet Otfried Preußler in sowjetische Kriegsgefangenschaft, aus der er erst 1949 entlassen wurde. Bis 1970 war er in Stephanskirchen als Volksschullehrer an der Schule beschäftigt, die später nach ihm Otfried-Preußler-Schule genannt wurde. Schon hier erzählte er seinen Schülern erste Geschichten, die er später aufschrieb und veröffentlichte. War die Schriftstellerei zunächst nur ein Hobby, widmete er sich ab 1970 gänzlich dem Schreiben von Kinderbüchern. Insgesamt 32 Kinder- und Jugendbücher hat Otfried Preußler veröffentlicht. Viele von ihnen gehören heute zum Kanon der Kinderbuch-Klassiker, darunter „Die kleine Hexe“, „Krabat“ und „Der kleine Wassermann“. Kinder sind für Otfried Preußler das dankbarste Publikum. Er schrieb einmal: „Ich habe die Überzeugung gewonnen, dass Kinder das beste und klügste Publikum sind, das man sich als Geschichtenerzähler nur wünschen kann. Kinder sind strenge, unbestechliche Kritiker.“ Für seine Bücher ist Preußler mehrfach ausgezeichnet worden, so zum Beispiel mit dem Deutschen Kinderbuchpreis, Silberner Griffel von Rotterdam für „Krabat“ und dem Großen Bundesverdienstkreuz. 2011 erschien eine Fortsetzung des Kinderbuchklassikers „Der kleine Wassermann“ unter dem Titel „Der kleine Wassermann – Frühling im Mühlenweiher“.

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