Andy Puddicombe

Andy Puddicombe ist Gründer der Andy Puddicombe, Jahrgang 1972, bringt Meditation ins Internet. Sein Konzept „Headspace“ hatte insbesondere in seiner Heimat Großbritannien einen durchschlagenden Erfolg.

Ein gesunder Geist in einem gesunden Körper? Puddicombe gab sein Studium der Sportwissenschaft 1994 urplötzlich zugunsten einer Reise nach Asien auf. Mit der Hoffnung, so mit einem schmerzlichen persönlichen Verlust besser umgehen zu können, lernte er über zehn Jahre in Nepal, Indian, Burma, Thailand, Australien und Russland die Meditation. Im Himalaya wurde der junge Andy Puddicombe schließlich zu einem buddhistischen Mönch.

Die Zeiten des Mönchtums waren nach fünf Jahren vorbei, und 2004 kehrte Puddicombe nach England zurück, mit dem erklärten Ziel, so vielen Leuten wie möglich die Vorteile der Meditation zugänglich zu machen. Nun ja, zumindest nach dem Studienabschluss der Zirkuskünste in Moskau und London – Die Achtsamkeit der Meditation geht mit der Akrobatik Hand in Hand. In der Heimat wurde Puddicombe 2013 bekannt, als seine Methode dem BBC-Moderator Michael Mosley dabei helfen konnte, seine chronische Schlaflosigkeit zu überwinden.

Die Vorteile der Meditation liegen laut Andy Puddicombes Webseite klar auf der Hand: Abbau von Stress und Ängsten, Ankurbelung von Kreativität und Konzentrationsfähigkeit, und ein klares Plus in der Partnerschaft. Dabei sollen nur zehn Minuten am Tag ausreichend sein, um einen fundamentalen Wandel im Leben zu erzielen.

Grundlegendes Werk zur Meditation in der heutigen Zeit ist „Mach mal Platz im Kopf: Meditation bringt's!“ Im Einklang mit wissenschaftlichen Erkenntnissen erläutert Andy Puddicombe Techniken und Anwendungsgebiete, öffnet jedoch auch die Schatzkiste seines Erfahrungsschatzes aus diversen buddhistischen Klöstern.

Mit „Meditier dich schlank: Wer den Kopf frei hat, kann besser auf den Bauch hören“ legte der Knaur-Verlag auch das Folgewerk auf. Ganz abseits vom üblichen panischen Blick auf die Waage – welche man Puddicombe zufolge gleich wegwerfen sollte – schafft Meditation die Möglichkeit, achtsam auf seinen Körper zu hören, der letztendlich die richtige Entscheidung kommuniziert, was man essen sollte.

Puddicombes Buch zur Meditation in der Schwangerschaft, das 2015 in England erschienen ist, wurde bislang noch nicht ins Deutsche übersetzt.

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