Erich Maria Remarque

Erich Maria Remarque (Jahrgang 1898) wurde als Autor des Weltbestsellers „Im Westen nichts Neues“ berühmt. Als junger Mann, von gerade einmal 18 Jahren, wurde er selbst 1916 zum Kriegsdienst einberufen. Nach einer 6-monatigen Ausbildung kam er an der Westfront zum Einsatz, wo er nur einen Monat später durch einen Granatsplitter verletzt wurde und bis Ende des Krieges im Jahr 1918 im Lazarett verblieb. Schon kurz nach Kriegsende begann Remarque, Gedichte und Kurzprosa zu veröffentlichen. Sein erster Roman, „Die Traumbude“ erschien 1920.

Seine Kriegserinnerungen verarbeitete er in dem 1929 erscheinenden Welterfolg „Im Westen nichts Neues“, in dem er von der "verlorenen Generation" sprach, "die vom Krieg zerstört wurde, auch wenn sie seinen Granaten entkam". Damit löste Erich Maria Remarque heftige Kontroversen aus, weil er das Tabu des Heldentods der Soldaten brach. Das Buch wurde bereits ein Jahr später verfilmt. 1933 wurde „Im Westen nichts Neues“ im Zuge der Bücherverbrennung aus den öffentlichen Bibliotheken entfernt, und mit dem Feuerspruch -„Gegen literarischen Verrat am Soldaten des Ersten Weltkriegs, für Erziehung des Volkes im Geist der Wehrhaftigkeit!“ - verbrannt.

Heute zählt "Im Westen nichts Neues" von Erich Maria Remarque zu den bedeutendsten Büchern des 20. Jahrhunderts. Hellmuth Karasek nannte es in seiner Sammlung der "25 Bücher auf Deutsch, die jeder gelesen haben sollte" - und in der dieses Buch auf keinen Fall fehlen darf - den "wohl berühmtesten Antikriegsroman der Welt". Nachdem ihm 1938 die deutsche Staatsbürgerschaft aberkannt worden war, lebte Remarque im Exil in den USA (siehe auch Exilliteratur). Bis zu seinem Tod im Jahr 1970 erschienen neun weitere Romane und auch postum wurden vier weitere Bücher veröffentlicht.

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