Lucinda Riley

Lucinda Riley schreibt zauberhafte Romane über alte Rätsel und Geheimnisse. © Thomas DufféLucinda Riley ist eine irische Romanautorin, die einen Großteil ihrer Kindheit in Bangkok verbracht hat. Noch heute kehrt sie immer wieder nach Fernost zurück. Ihr großer Traum war es, Schauspielerin zu werden. In London, wo sie für Film, Fernsehen und Theater arbeitete, konnte sie sich diesen Traum erfüllen, nicht wissend, dass es nicht die Schauspielerei sein würde, mit der sie eines Tages berühmt werden sollte. Doch eine schwere Krankheit fesselte sie bald lange ans Bett und sorgte dafür, dass Riley eine neue Möglichkeit finden musste, sich auszudrücken, ohne dafür ihren gesamten Körper zur Verfügung stehen zu haben. Im Alter von 24 Jahren schrieb Lucinda Riley also ihren ersten Roman, „Lovers and Players“, in den sie viel Autobiografisches aus ihrem Schauspieler-Leben einfließen ließ. Unter dem Pseudonym Lucinda Edmonds veröffentlichte sie sieben weitere Romane, die auch internationale Erfolge feierten.

Unter ihnen war auch jenes Buch, das 2014 als „Der Engelsbaum“ erstmals in deutscher Sprache erscheinen sollte. Zu diesem Zeitpunkt war Lucinda Riley längst eine erfolgreiche Bestseller-Autorin und auf der Suche nach weiteren Schätzen mit der typischen Riley-Magie stieß man auf ihren frühen Roman „Der Engelsbaum“. Ansatzweise, wenn auch noch nicht ganz so formvollendet wie in ihren späteren Romanen, lässt sich schon hier die besondere Magie der Bücher erkennen, für die der Name Lucinda Riley spätestens seit „Das Orchideenhaus“ steht. Wer ihre großen Bestseller gelesen hat, wird von „Der Engelsbaum“ deshalb vielleicht ein bisschen enttäuscht sein. Doch der Frauenroman entwickelt einen gruseligen Zauber, der auf den letzten 150 Seiten zu einem fesselnden Sturm wird, der den Leser erst nach der letzten Seite wieder frei gibt. Lucinda Riley hatte es eben schon damals in sich, auch wenn es einige Jahre dauern sollte, bis sie ihre Wortkunst zur vollen Reife führte.

Als sie für sich und ihre Familie ein Haus auf der thailändischen Insel Koh Chang entwarf und baute, kam ihr schließlich die Idee zu ihrem Bestseller „Das Orchideenhaus“, der den Leser ins Thailand der 1940er Jahre entführt. Der Roman wurde eines der erfolgreichsten Bücher des Jahres 2011. Im darauf folgenden Jahr erschien ihr zweiter Roman, „Das Mädchen auf den Klippen“, in dem Lucinda Riley sich selbst noch einmal übertroffen hat. Sie entführt den Leser in ihre geliebte irische Heimat, wo die New Yorkerin Grania auf ein tragisches Familiengeheimnis stößt. Inzwischen sind Lucinda Rileys Geschichten um alte Familiengeheimnisse und tragische Schicksale ein Garant für die Bestsellerlisten. Auch „Der Lavendelgarten“ (2013) wendet das Erfolgsrezept wieder wirkungsvoll an. Diesmal siedelt Lucinda Riley die Geschichte in der beschaulichen Provence an, wo eine alte Adelsfamilie noch nach Generationen schwer an einem Geheimnis zu tragen hat. Die geheimnisvolle Aura ihrer Romane nimmt die Leser von Lucinda Riley vollends gefangen und wirkt beinahe selbst wie eine Droge, von der man nicht genug bekommen kann. Ein Effekt, den sie beliebig oft zu wiederholen in der Lage zu sein scheint.

Ihr Roman „Die Mitternachtsrose“ (2014) lässt nicht nur dem Namen nach an Dornröschen denken: So, wie sich die Dornenhecken um die schlafende Prinzessin winden, so windet sich auch der Roman um den Leser, schirmt ihn von der Außenwelt ab und lässt ihn in eine Welt aus Geheimnissen, Verwicklungen und traurigen Wendungen abtauchen. In der Geschichte gelingt es Lucinda Riley auch, die beiden Welten miteinander zu vereinen, die ihr Leben geprägt haben. Da ist auf der einen Seite die 100-jährige Inderin Anahita, die sich an ihr Leben erinnert und ihren Urenkel Ari Malik mit einer wichtigen Aufgabe betraut. Erinnerungen an ihre Kindheit im Fernen Osten dürften die Autorin dabei inspiriert haben. Auf der anderen Seite ist da der alte englische Landsitz Astbury Hall im legendenumwobenen Dartmoor. Wenn diese beiden Welten aufeinander treffen, entfaltet sich wieder jener Zauber, mit dem wir den Namen Lucinda Riley inzwischen beinahe unweigerlich assoziieren.

Im Sommer 2014 gab es dann mit "Das italienische Mädchen" die erste Neuauflage eines Frühwerkes von Lucinda Riley, in dem sie aber schon das romantische Potenzial erkennen lässt, das in ihr steckt. Es stammt etwa aus der gleichen Zeit wie der Roman „Der Engelsbaum“, der wenig später neu aufgelegt wurde. „Das italienische Mädchen“ erzählt von der leidenschaftlichen Liebe zweier Opernstars, die in ihrer Obsession füreinander die Welt vergessen – und so unversehens in Gefahr geraten. Mit diesem Frauenroman gelang Riley ein bezauberndes Buch für den Sommerurlaub.

 

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