Sakyong Mipham Rinpoche

Sakyong Mipham Rinpoche zeigt wie man Meditation und Laufen verbinden kann. © John BellarsSakyong Mipham Rinpoche (Jahrgang 1963) ist ein buddhistischer Geistlicher und Lehrer. Schon vor seiner Geburt war er dazu ausersehen, großes zu vollbringen. Seine Mutter, Lady Kunchok Palden, absolvierte auf Geheiß von Chögyam Trungpa eine Pilgerfahrt zu allen heiligen Stätten des Buddha in Indien und brachte ihren Sohn schließlich in Bodhgaya zur Welt. Bodhgaya heißt „Ort der Erleuchtung“ und ist der Geburtsort des Buddha. Seine Kindheit verbrachte der junge Sakyong Mipham Rinpoche in einem tibetischen Flüchtlingsdorf in Indien, doch er war zu größerem ausersehen, besuchte in den USA die Schule und studierte schließlich sogar an der Universität von Oxford in England. Nach seinem Studium kehrte Sakyong Mipham nach Indien zurück, um hier seine geistige Ausbildung zu absolvieren und nach der Art der tibetischen Mönche zu studieren. Dilgo Khyentse Rinpoche, Penor Rinpoche und Khenpo Namdral waren seine Lehrer und geistigen Vorbilder. Sakyong Mipham Rinpoche orientierte sich dabei an der Kagyü und Nyingma Linie des tibetischen Buddhismus. Kagyü stützt sich auf die Lehre des Mahamudra und die sogenannten „Sechs Yogas von Naropa“. Darüber hinaus sind tantrische Praktiken ein fester Bestandteil dieser Schule. Nyingma gilt als die Schule der „Alten Übersetzungen“ und fußt auf der Sammlung der 100.000 Nyingmapa-Tantras. Sakyong Mipham Rinpoche ist darüber hinaus ein leidenschaftlicher Marathon-Läufer. Im Laufsport sieht er keinen Widerspruch zum Buddhismus, sofern es nicht nur darum geht, immer bessere Zielzeiten zu erreichen. Viel mehr biete das Laufen eine gute Möglichkeit, Achtsamkeit zu üben, sich auf den eigenen Körper zu besinnen, ihn wahrzunehmen und auch seine Belastbarkeitsgrenzen anzunehmen. In seinem Buch „Running Buddha“ schildert Sakyong Mipham Rinpoche das bekannte Phänomen des Runner’s High, das dem Gefühl in der Meditation gar nicht so unähnlich sei. Tiefe Stille und Befriedigung könnten so Einzug halten. Seit 1990 ist Sakyong Mipham Rinpoche geistiger Führer und Leiter der Shambhala International, einer Schule des tibetischen Buddhismus, die inzwischen weltweit über 165 Meditationszentren verfügt. Hier lehrt er die Grundlagen des Buddhismus und des Shambhala. In seinen Vorträgen und in seiner wöchentlichen Kolumne in der Shambhala Sun setzt sich Sakyong Mipham Rinpoche mit den wichtigen Themen der Gegenwart auseinander und setzt sie in einen Bezug zu den alten buddhistischen Lehren.

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