Joseph Roth

Joseph Roth (1894 – 1939) war ein österreichischer Schriftsteller und Journalist, dessen Name vor allem mit seinem großen literarischen Abgesang auf das alte Österreich in Verbindung gebracht wird: „Radetzkymarsch“. Das Werk, das von der Frankfurter Allgemeinen Zeitung als der „schönste Roman der Welt“ bezeichnet wurde, ist ein melancholisches und sentimentales Requiem auf den Niedergang der Österreichisch-Ungarischen Monarchie zwischen 1859 und 1916. Hellmuth Karasek nannte es 2015 ein "perfektes Buch über den Aufstieg und Fall Österreichs." In der Geschichte des Joseph Trotta spiegele sich die Dekadenz des Landes.

Joseph Roth wurde in Brody in Österreich-Ungarn geboren und obwohl er sich immer bemühte, seine Herkunft zu mystifizieren und zu verschleiern, weiß man heute, dass er aus gutbürgerlichen Verhältnissen stammte und behütet aufwuchs. Er begann zunächst ein Studium in Lemberg, wechselte dann aber nach Wien, wo er Germanistik studierte. Im Ersten Weltkrieg meldete sich Joseph Jung freiwillig zum Militärdienst und kam mit der Infanterietruppendivision nach Galizien, wo er dem Pressedienst zugeteilt wurde. Noch während dieser Zeit begann er für diverse Zeitschriften zu schreiben und nach seiner Rückkehr nach Wien nahm er diese Beschäftigung wieder auf. 1920 ging er nach Berlin, um hier als Journalist für die Neue Berliner Zeitung und den Berliner Börsen-Courier zu schreiben.

Es folgten Tätigkeiten für die Frankfurter Zeitung, das Prager Tagblatt und viele weitere Tageszeitungen. Im Auftrag der Frankfurter Zeitung reiste er ab 1926 durch Osteuropa und die Sowjetunion. Bald war Joseph Roth als Starjournalist überall bekannt. Er heiratete 1922 in Wien und 1933 emigrierte er nach Frankreich und publizierte in niederländischen Exilverlagen. Joseph Roth verfiel hier dem Alkohol und starb am 27. Mai 1939 in Paris, wo er auch beerdigt wurde. Sein herausragendstes Werk ist „Radetzkymarsch“ aus dem Jahr 1932.

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