Joanne K. Rowling

Joanne K. Rowling ist eine der erfolgreichsten Autorinnen aller Zeiten. Copyright: J.K. RowlingJoanne K. Rowling (Jahrgang 1965) – auch J.K. Rowling -  ist die „Mutter“ des berühmten Zauberlehrlings Harry Potter. Schon als Kind las Rowling für ihr Leben gern und bald hegte sie auch den Wunsch, Schriftstellerin zu werden. Ihre ersten Geschichten erfand sie im Alter von fünf oder sechs Jahren für ihre zwei Jahre jüngere Schwester Dianne. Rowling besaß eine Begabung für Sprachen und empfand sich während ihrer Schulzeit selbst als ihre Figur Hermine Granger. Nach dem Abschluss studierte sie die französische Sprache und besuchte an der University of Exeter einen Kurs für Klassische Altertumswissenschaften. Im Anschluss arbeitete sie als Englischlehrerin in Paris. Auf einer Zugfahrt von Manchester nach London erfand sie eines Tages die Romanfigur Harry Potter und entwickelte schon sehr schnell das Konzept für die siebenbändige Reihe.

Bis „Harry Potter und der Stein der Weisen“ dann 1997 endlich in einer winzigen Erstauflage erschien, lebte Rowling als Sozialhilfeempfängerin in Edinburgh. Die ersten beiden Bände der Fantasy-Serie verkauften sich zwar gut, doch der Durchbruch gelang ihr erst 1999 mit dem dritten Band „Harry Potter und der Gefangene von Askaban“. Im Jahr 2000 erhielt Rowling für ihre bis dahin vier Bücher den Order oft he British Empire. Bis heute wurden die 7 Romane in 65 Sprachen, darunter auch Latein und Altgriechisch, übersetzt und durch Time Warner verfilmt. Im Mai 2012 wurde Joanne K. Rowling mit dem Titel „Freeman of the City of London“ geehrt, einem uralten Titel, der für Verdienste um die Stadt vergeben wird.

2012 veröffentlichte Joanne K. Rowling ihren ersten Roman für Erwachsene: „Ein plötzlicher Todesfall“ ist eine bittere Milieustudie, die hinter die Fassade einer idyllischen, englischen Kleinstadt blickt, in der ein Krieg um Macht und Einfluss tobt. Rowlings erste Veröffentlichung nach Harry Potter wurde in der ganzen Welt mit Spannung erwartet und erntete großes Lob. Es zeigt sich, dass Joanne K. Rowling mehr kann, als nur Fantasy-Romane über Zauberlehrlinge zu schreiben und dass sie tatsächlich zu den ganz großen Geschichtenerzählerinnen unserer Zeit gehört. Der Roman besticht durch gut gezeichnete Figuren und eine genaue Beobachtungsgabe. 2013 kehrte sie unter dem Pseudonym Robert Galbraith ein weiteres Mal in die Erwachsenenabteilungen der Buchhandlungen zurück: Der Krimi „Der Ruf des Kuckucks“ wurde als vermeintlicher Debüt-Roman eines Ex-Soldaten veröffentlicht. Passend, denn die Hauptfigur, Cormoran Strike, ist selbst ein ehemaliger Soldat mit Kriegsverletzung.

„Ich wollte ohne Hype und Erwartungen arbeiten und ein völlig ungeschminktes Feedback erhalten“, erklärte Joanne K. Rowling, nachdem ihr Pseudonym aufgeflogen war. Die beste Freundin der Frau eines Anwalts hatte sich verplappert und die Bombe bei Twitter platzen lassen. Der Roman, der bis dahin nur mäßigen Erfolg eingefahren und kaum Aufmerksamkeit erhalten hatte, schoss in den Bestsellerlisten nach oben und wurde von der Zeitung „Die Welt“ zum „Meisterwerk“ erhoben. Wer jedoch „ohne Hype und Erwartungen“ an den Krimi heran ging, fand einen grundsoliden, beinahe lehrbuchmäßigen Krimi vor, der zwar sauber gearbeitet und gut getimet ist, aber ansonsten nicht weiter zu überraschen weiß. Ihre Figuren, wenn auch liebevoll gezeichnet, wirken seltsam platt und eindimensional. Es fehlt ihnen an der Tiefe, die eine Krimi-Serie erfordert. Anlehnungen aus dem Bereich der Schweden-Krimis werden deutlich, wenn sich Rowling beinahe überschlägt, wenn sie uns erklärt, wie abgehalftert ihre männliche Hauptfigur ist. Doch prinzipiell ist „Der Ruf des Kuckucks“ ein solider Start, mit dem sich etwas anfangen lässt. Platz nach oben gibt es alle Male. Die Fortsetzung sei auch schon fertig, schrieb Joanne K. Rowling im Juli 2013 auf ihrer Internetseite.  Und tatsächlich: Im November 2014 folgte "Der Seidenspinner", der zweite Fall für Cormoran Strike. Diesmal macht sich Strike auf die Suche nach dem verschwundenen Romanautor Owen Quine.

2016 geht es schließlich mit Harry Potter weiter. Teil 8 ist eigentlich das Skript zum Theaterstück in zwei Teilen, das vom erwachsenen Harry Potter handelt, der mittlerweile verheiratet ist und drei Kinder hat - im Juli erschien zunächst die englische Ausgabe "Harry Potter and the Cursed Child" und stürmte natürlich sofort die Charts. Seit September ist nun auch die deutsche Übersetzung "Harry Potter und das verwunschene Kind" erhältlich sein.

Fans von J. K. Rowling dürfen hoffen, dass sie auch noch mehr Romane für Erwachsene schreiben wird – schließlich wird jeder, der mit Harry Potter aufgewachsen ist, einmal älter und wird dann mit Freuden zu der Autorin seiner Kindheit zurückkehren, wenn sie es noch immer versteht, ihn zu unterhalten. Joanne K. Rowling ist der Übergang bislang ganz gut geglückt.

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