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José Saramago

José Saramago (1922 – 2010) gilt als einer der größten portugiesischen Romanciers, Lyriker, Essayisten, Erzähler und Dramatiker der vergangenen 100 Jahre. 1998 erhielt er für sein Werk als erster portugiesischsprachiger Autor den Nobelpreis für Literatur. Saramago wuchs in ärmlichen Verhältnissen in einem portugiesischen Dorf auf, absolvierte eine Mechaniker-Lehre und arbeitete zwei Jahre in einer KFZ-Werkstatt, bevor er erstmals mit der Literatur in Kontakt kam. Durch autodidaktische Studien war es ihm bald möglich, für Verlage und Zeitungen zu arbeiten. 1947 veröffentlichte er seine erste Novelle „Die Witwe“, gab die Schriftstellerei jedoch kurz darauf wieder auf. Erst im Alter von 55 Jahren, 1977, schrieb er seinen zweiten Roman, „Das Handbuch der Malerei und der Kalligraphie“. Es folgten in kurzer Zeit weitere Romane, darunter „Das Memorial“ (1982) und „Die Stadt der Blinden“ (1997), die als seine berühmtesten Werke gelten. Kurz vor seinem Tod, im Juni 2010, beendete er die Arbeit an seinem letzten Werk, „Die Reise des Elefanten“, das bereits unter großen Qualen geschrieben wurde. Mit diesem Roman, der posthum 11 Tage nach seinem Tod in Deutschland erschien, gelang ihm ein weiterer großer Erfolg.

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