Bernhard Schlink

Bernhard Schlink gehört zu den wichtigsten deutschen Literaten. © Gaby Gerster / Diogenes VerlagBernhard Schlink (Jahrgang 1944) ist ein deutscher Professor für Rechtswissenschaften, der sich mit mehrerem belletristischen Werken einen Ruf als Autor erworben hat. Als Spross einer intellektuellen, akademischen Familie lag für Schlink das Studium der Rechtswissenschaft nahe, das er an der Ruprecht-Karls-Universität in Heidelberg und an der Freien Universität Berlin absolvierte. 1982 erwarb er die Professur für Öffentliches Recht an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität in Bonn und unterrichtete später auch an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main und an der Humboldt-Universität zu Berlin. Hier war er auch an der Ausarbeitung einer Übergangsverfassung für die DDR vor der Wiedervereinigung beteiligt.

Seinen ersten Roman schrieb Schlink 1987 mit seinem Kollegen Walter Popp. „Selbs Justiz“ wurde 1989 mit dem Autorenpreis deutschsprachiger Kriminalliteratur und 1993 auch mit dem Deutschen Krimipreis ausgezeichnet. Seinen größten Erfolg erzielte Schlink aber mit dem Roman „Der Vorleser“ (1995). Das Buch, in dessen Vordergrund die Beziehung eines 15-jährigen Jungen zu einer 36 Jahre alten Frau steht, setzt sich mit dem Holocaust im Dritten Reich und der Täterfrage auseinander. 2007 wurde es von Stephen Daldry, mit Kate Winslet in der Hauptrolle, verfilmt. Hier können Sie die DVD "Der Vorleser" bestellen.

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