Gary Bruno Schmid

Gary Bruno Schmid ist ein ehemaliger Atomphysiker, der sich heute mit analytischer Psychologie beschäftigt. © privatDer Werdegang von Gary Bruno Schmid (Jahrgang 1946) ist mehr als beachtlich. Er wuchs als Kind deutsch-tschechischer Emigranten in den USA auf, studierte Medizin und Chemie, schloss einen Bachelor in Mathematik ab, arbeitete als Doktorand der Reaktorphysik bei Prof. Dr. Gottfried Falk in Karlsruhe und promovierte 1977 in Amerika im Bereich Atomphysik. Es folgten Anstellungen als Postdoc in der Atomphysik in den USA und in Berlin und eine aufwendige Arbeit rund um die Entwicklung einer neuen Sprache der Physik in Karlsruhe, bevor sich Gary Bruno Schmid schließlich einem ganz neuen wissenschaftlichen Feld zuwandte, das mit der Atomphysik nicht mehr viel gemeinsam hatte: mit der analytischen Psychologie. 1988 machte er sein Diplom als Analytischer Psychologe am C.G. Jung-Institut in Zürich und arbeitete danach in der psychiatrischen Forschung und im klinischen Bereich mit dem Schwerpunkt Psychosen.

Inzwischen betreibt Gary Bruno Schmid eine eigene Praxis in Zürich, wo er hypnotherapeutisch mit den unterschiedlichsten psychologischen, psychiatrischen und psychosomatischen Störungen arbeitet. Hier bietet er Psychosen- und Paartherapien an und nutzt die Hypnotherapie, um „die immunologischen, hormonellen, Nerven-und Stoffwechselvorgänge bei Infektionen, Immun- und Autoimmunerkrankungen einschließlich Krebs und chronischen Schmerzen zu verbessern“, wie es auf seiner Website zur Mind-Body Information (mind-body.info) heißt.  Dabei macht sich Schmid die Reaktionen des menschlichen Organismus auf die Vorstellungskraft zu nutze. Das Spektrum reicht von einfacher Entspannung durch Imagination bis hin zur Selbstheilung durch Vorstellungskraft. Gary Bruno Schmid etablierte dafür den Begriff „Bewusstseinsmedizin“  und entwickelte eine praxistaugliche Anwendung der medizinischen Hypnose zur Selbstheilung.

Mit diesen Themen beschäftigen sich auch seine Bücher. 2009 erschien das Buch „Tod durch Vorstellungskraft – Das Geheimnis psychogener Todesfälle“ und 2010 folgte „Selbstheilung durch Vorstellungskraft“. In seinem ersten Buch trägt Schmid eine schier endlose Liste von Todesfällen zusammen, die ihm zufolge psychogene Ursachen hatten, etwa der Tod zweier US-Präsidenten am 50. Jahrestag der von ihnen unterzeichneten Unabhängigkeitserklärung oder die tödliche Prophezeiung einer Hebamme. Der Autor führt sie auf ein mögliches „Quanten-Teleportation-Phänomen“ zurück, wodurch er gleich eine Brücke in sein früheres Forschungsfeld schlägt. Für wissenschaft.de war sein Buch jedoch vor allem eins: reich an „parapsychologischen Spekulationen.“ In seinem zweiten Buch zeigt Gary Bruno Schmid, wie sich die Vorstellungskraft als Heilmittel einsetzen lässt, und geht unter anderem auf psychogene Reaktionen wie Entspannung, Placebo-/Noceboeffekt oder Hypnose ein. Konkrete Beispiele aus der Praxis untermauern seine Thesen.

Sein drittes Buch widmet der Forscher dem Thema Präkognition und ihren Hintergründen: „Klick! Warum wir plötzlich etwas wissen, das wir eigentlich nicht wissen können“. Hier geht es um scheinbar unerklärliche Phänomene, wie etwa die Tatsache, dass Mütter manchmal wissen, dass ihren Kindern etwas zugestoßen ist, obwohl sie weit entfernt voneinander sind. Auf 240 Seiten geht Gary Bruno Schmid dem sogenannten „zweiten Gesicht“ auf den Grund und sucht nach einem realen Hintergrund für dieses vielbeschriebene Phänomen. Er nennt es das „Klick-Phänomen“ und meint das Zusammenfallen von Spüren und Geschehen, das sich mit vielen anschaulichen Beispielen aus der Praxis belegen zu lassen scheint.

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