Isabel Schupp

Isabel Schupp hat aus ihrer eigenen Verlust-Erfahrung Kraft geschöpft. (c) privatIsabel Schupp hat den Albtraum einer jeden Mutter erlebt: Als sie neun Jahre alt war, erhielt ihre Tochter Pauline die Diagnose Leukämie. Sieben Jahre kämpfte die Familie um das Leben von Pauline, erlebte Hoffnung und Rückfälle, Freud und Leid – bis das Mädchen im Alter von 16 Jahren schließlich starb. Als eines von drei leukämiekranken Kindern setzte sich Pauline in dem Dokumentarfilm „Seelenvögel“ von Thomas Riedelsheimer mit dem Tod auseinander und berührte die Zuschauer mit ihrer Lebenskraft und Energie. In ihrem Buch „Die Nacht bringt dir den Tag zurück“ erzählt Isabel Schupp vom viel zu kurzen Leben ihrer Tochter, von ihrem Umgang mit der Diagnose, der Krankheit, den Schmerzen und Strapazen und schließlich auch vom Verlust und der Trauer. Sie tut dies aber nicht nur um ihre eigene Trauer zu bewältigen, sondern auch um anderen Eltern in ähnlichen Situation beizustehen und ihnen zu zeigen, dass sie nicht allein sind. Durch ihr Buch hindurch reicht die Schauspielerin und Sprecherin aus dem Isartal anderen Betroffenen die Hand, spendet Trost und weiß Rat, wenn alle anderen schon längst nichts mehr zu sagen wissen.

Aus dem gleichen Grund hat sich Isabel Schupp auch zur Trauerbegleiterin ausbilden lassen und führt heute in München die offene Trauergruppe der Verwaisten Eltern. Darüber hinaus hat sie ein Seminar-Konzept für Medizin und Hospizarbeit entwickelt. Gruppen, Teams oder Einzelpersonen werden hier speziell geschult und erfahren, was Trauernde wirklich brauchen. Unter dem Namen „Blauer Falter“ bietet sie Betroffenen Begleitung und Gedenkfeiern und Interessierten Vorträge an. Isabel Schupp weiß, wie wichtig es ist, der Trauer Raum zu geben und sie zuzulassen. Ihre Trauerseminare sind Wochenenden, die Eltern verstorbener Kinder ganz ihrer Trauer und ihrer Erinnerung widmen können. Auf ihrer Website schreibt Schupp, sie wolle die Mütter und Väter einladen, sich Zeit zu nehmen. Zeit für sich selbst, für ihre verstorbenen Kinder, ihre Trauer. Für das, was sie bewegt und belastet, „aber auch für das, was besser und anders werden darf.“ Es soll eine Zeit zum „Erzählen und Zuhören, zum Weinen und Schweigen, zum Lachen und Danken“ sein und eine Zeit, „um gemeinsam Hilfe und Orientierung zu finden und neue Hoffnung zu schöpfen.“ Die Trauerwochenenden mit Isabel Schupp finden ruhig und abgeschieden in einem Kloster am Starnberger See statt. Trost für den Alltag finden Eltern außerdem in dem Buch „Die Nacht bringt dir den Tag zurück“, in dem Schupp berührend und doch voller Kraft und Hoffnung über das Leben und den Abschied ihrer Tochter schreibt.

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