Hans-Peter Schwarz

Hans-Peter Schwarz (Jahrgang 1934) ist ein deutscher Politikwissenschaftler und Zeithistoriker, dessen thematischer Schwerpunkt die jüngere Geschichte Deutschlands, die deutsche Innen- und Außenpolitik und die Entwicklung Europas ist. Besondere Anerkennung erfuhr er für seine Werke über Konrad Adenauer und Helmut Kohl. Hans-Peter Schwarz stammt aus dem baden-württembergischen Lörrach und studierte in Basel und Freiburg im Breisgau Politikwissenschaften und Geschichte. Einer seiner Dozenten war der bekannte deutsche Politikwissenschaftler Arnold Bergstraesser, der als Gründervater der Politikwissenschaft in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg gilt. 1964 habilitierte Schwarz als Politikwissenschaftler und nahm nun seinerseits eine Lehrtätigkeit in Hamburg und Köln an, bevor er als ordentlicher Professor für Politikwissenschaft an die Universität Bonn wechselte. Hier leitete er als Nachfolger von Karl-Dietrich Bracher das Institut für Politische Wissenschaft. Den zentralen Forschungsschwerpunkt von Hans-Peter Schwarz bildet die Ära Konrad Adenauers, dessen zweibändige Biographie als Standardwerk zum Thema gilt und Schwarz zum anerkannten Experten machte. Für Hans-Peter Schwarz stellt Konrad Adenauer den wichtigsten Protagonisten deutscher Nachkriegsgeschichte dar. Darüber hinaus beschäftigte sich Schwarz mit dem politischen Zeitkritiker Ernst Jünger und mit dem „Kanzler der Einheit“, Helmut Kohl. 2012 erschien „Helmut Kohl – Eine politische Biographie“, ein umfassendes, zeithistorisches Werk, das nicht nur den Werdegang von Kohl nachzeichnet, sondern ihn auch in den politischen und geschichtlichen Hintergrund eingliedert. Für seine Arbeiten wurde Hans-Peter Schwarz mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse (1984), mit dem Großen Bundesverdienstkreuz (2004) und vielen anderen Preisen ausgezeichnet.

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