Steinunn Sigurdardóttir

Steinunn Sigurdardóttir (Jahrgang 1950) ist eine der bekanntesten Autorinnen Islands und wird zu Recht immer wieder mit Halldór Laxness verglichen, dem einzigen Nobelpreisträger des Landes. Ihre Romane handeln von der große, epischen Liebe, die sie in einen beinahe mythologischen, fabelähnlichen Stoff einbindet und der der Mensch vollkommen ohnmächtig gegenüber steht. Das gilt auch für ihren 2011 erschienenen Roman „Der gute Liebhaber“. Sigurdardóttir studierte am University College in Dublin Psychologie und Philosophie und arbeitete anschließend als TV- und Radiojournalistin. Sie lebte in den verschiedensten Ländern Europas, in Japan und in den USA, bevor sie schließlich in Berlin sesshaft wurde. Ihre erste Veröffentlichung war der Gedichtband „Sífellur“. Zu diesem Zeitpunkt war Sigurdardóttir erst 19 Jahre alt. Wirklich bekannt wurde sie jedoch erst durch ihren Roman „Hjartastaður“ („Herzort“), den sie 1995 veröffentlichte und der noch im gleichen Jahr mit dem Isländischen Literaturpreis ausgezeichnet wurde. 1997 folgte Sigurdardóttirs zweiter großer Roman: „Der Zeitdieb“. Kunstvoll band Steinunn Sigurdardóttir Elemente der Lyrik in diese sensible Geschichte ein und macht sie damit zu einem wahren Kleinod. Das Buch wurde 1998 in Frankreich verfilmt. Nach „Gletschertheater“ (2003), „Die Liebe der Fische“ (2006) und „Sonnenscheinpferd“ (2008) erschien 2011 „Der gute Liebhaber“, ein epischer Roman über die ganz große Macht der Liebe. Obwohl ihre Werke im modernen Island spielen, wurzeln die Motive und Figuren tief in der Schatzkammer der isländischen Sagen und Mythen. Dafür wird Steinunn Sigurdardóttir zu Recht zu den ganz großen Autoren Islands gezählt.

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