Vee Speers

Vee Speers (Jahrgang 1962) arbeitet seit 1990 als freie Fotografin in Paris. Sie fotografiert Mode, arbeitet als Fotojournalistin und realisiert freie Projekte. Ein früheres Buch der Fotografin, „Bordello“, das in alten Pariser Bordellen inszenierte Aktaufnahmen versammelt, überzeugt durch seine irritierende Subjektivität.

Im Jahr 2008 machte Vee Speers mit einem sehr besonderen Buch auf sich aufmerksam. Für ihre Serie „The Birthday Party“ entdeckte sie die Kindheit als Thema – ein lohnendes fotografisches Sujet. Es war die Zwischenposition, das Uneindeutige am Kind-Sein, das sie damals faszinierte: Das Selbst des Kindes ist fragil. Es stehen Möglichkeiten offen. Es ist erst am Anfang. Ein, wie oft geschrieben worden ist, paradiesischer Zustand?

Damals stellte Vee Speers Kinder vor eine immer gleiche, weiße Wand, um sie in den Kostümierungen eines imaginären Kindergeburtstages zu fotografieren. Ein streng festgelegter Rahmen, in dem ihre Modelle agierten. Die unbeschwerte Kindheit, Reinheit, Unbefangenheit, das alles ist ein Klischee, erzählten diese Bilder. In dem 2014 erschienenen Buch „Bulletproof“ hat sie die Kinder noch einmal fotografiert – inzwischen sind sie Jugendliche.

Die Arbeiten von Vee Speers wurden weltweit ausgestellt und sind in vielen Sammlungen vertreten, wie etwa im George Eastman House, Rochester, im Museum of Fine Arts, Houston, und in der DZ Bank in Frankfurt am Main.

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