Johannes Staudacher

Johannes Staudacher ist Seelsorger und konzentriert sich auf die Trauerbegleitung. © Verlag styria | Johannes StaudacherAls Seelsorger hat Johannes Staudacher häufig mit Menschen zu tun, die einen Verlust betrauern. Der Umgang mit den Hinterbliebenen, mit dem Schmerz und auch mit den großen Fragen, die sich nach dem Tod eines geliebten Menschen auftun, ist ihm daher sehr vertraut. Er weiß, wie wichtig eine fürsorgliche Trauerbegleitung ist, und hat deshalb ein Buch geschrieben, mit dem er eine Einführung in die Seelsorge mit dem Schwerpunkt Trauerbegleitung gibt. „Ich werde dort sein, wo du bist“ lautet der Titel dieses Buches, das im Jahr 2011 erschienen ist und das seitdem viele Menschen mit einfühlsamen Gedanken und praktischen Erfahrungen inspiriert hat. Johannes Staudacher findet genau die richtigen Worte für das Thema Tod und Sterben, das noch immer ein Tabu in der Gesellschaft ist, sensibel und feinfühlig, und er wählt seine Formulierungen mit Bedacht. Seine Trauerarbeit stützt er dabei auf ein christliches Gerüst, das hin und wieder – aber nicht zu aufdringlich – hervor klingt. Bereits seit seinem 17. Lebensjahr beschäftigt sich Johannes Staudacher intensiv mit der Theologie; im Alter von 24 Jahren ließ er sich zum Priester weihen. Seit 1978 hat er in dieser Funktion zahlreiche Aufgaben übernommen, dabei aber eine besondere Nähe zum Schwerpunkt Trauer und Begräbnis empfunden. Hier sah er eine Möglichkeit, sich zum Wohle der Menschen einzubringen. 2004 absolvierte Johannes Staudacher dann ein Sabbatjahr, in dem er sich im Bereich Trauerarbeit und Hospiz weiterbilden ließ. Schon im darauffolgenden Jahr nahm er eine Stelle als Seelsorger mit dem Schwerpunkt "Trauerbegleitung" in der Diözese Gurk an. Der Titel seines Buches, das einprägsame Erlebnisse mit jahrelanger Erfahrung verknüpft, „Ich werde da sein, wo du bist“, ist die Übersetzung des biblischen Namens JAHWE für Gott. Die wichtigste Frage darin ist: Wie spende ich den Hinterbliebenen Trost? Die Erfahrung hat Staudacher gelehrt, dass alles trösten kann, was gut tut. Menschliche Begegnungen und eine intensive Begleitung auf dem schweren Weg der Trauer sind dabei unverzichtbar. Leere Floskeln sind fehl am Platz, wenn ein lieber Mensch gestorben ist und ein tiefes Loch in die Leben der Hinterbliebenen gerissen hat. Die göttliche Liebe und der Glaube an die Erlösung am Kreuz verleihen den Menschen Hoffnung und sind für Johannes Staudacher deshalb zentrale Bausteine in seiner Trauerarbeit. Doch auch für Menschen ohne christlichen Hintergrund ist das Buch eine lebensbejahende Bereicherung, greift es doch viele Gedanken auf, die es dem Seelsorger erlauben, sich unabhängig von der Religion auf die Trauernden einzustellen und sie zu stützen. Das ist der große Gewinn dieses kleinen Büchleins von Johannes Staudacher.

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