Frederick Taylor

Frederick Taylor (Jahrgang 1947) ist ein britischer Historiker aus der englischen Grafschaft Buckinghamshire, der in Deutschland und in seiner Heimat mit exakt recherchierten und sorgfältig ausgearbeiteten Sachbüchern zur deutschen Geschichte für Aufsehen sorgte. Taylor studierte an der Oxford University Neue Geschichte und Germanistik und war anschließend als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Sussex University angestellt, wo er sich in seiner Forschungsarbeit auf den Aufstieg der rechtsextremen Parteien im Deutschland des frühen 20. Jahrhunderts spezialisierte. Frederick Taylor erhielt ein Stipendium der Volkswagenstiftung und konnte so mehrfach die BRD und die DDR besuchen. Seine erste Veröffentlichung war die Übersetzung der Tagebücher von Joseph Goebbels ins Englische. Der große öffentliche Durchbruch gelang ihm jedoch mit dem Buch „Dresden“, das 2004 veröffentlicht wurde und sich mit der Bombennacht 1945 beschäftigt. Auf ganz neue Art und Weise legt Frederick Taylor darin die die historischen Hintergründe des Bombenkrieges im Allgemeinen und der britischen Bombardierung Dresdens im Besonderen offen und gibt Einblicke, die bislang verwehrt waren. Nur zwei Jahre später erschien „The Berlin Wall“, eine ausführliche Aufarbeitung der Geschichte der Mauer und der deutschen Teilung. 2011 legte Frederick Tylor dann mit „Zwischen Krieg und Frieden: Die Besetzung und Entnazifizierung Deutschlands 1944 – 1946“ ein wahres Standardwerk zum Thema Entnazifizierung vor. Zu beiden Seiten des Ärmelkanals wird das Buch hoch geschätzt und gilt als wichtiger Ausgangspunkt für Diskussionen zum Thema.  

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