Thomas Thiemeyer

Thomas Thiemeyer brilliert als Autor wie als Illustrator © die arge lola, Kai Loges + Andreas Langen Autor und Illustrator in einem, das geht selten gut aus – eine Seite hinkt oft hinterher. Thomas Thiemeyer beweist, dass beides zusammen sehr gut funktionieren kann. Nach dem Studium der Kunst und Geologie konzentrierte sich Thiemeyer zunächst breit gefächert auf die Illustration: Seine Werke finden sich auf Brettspielen („Columbus“ 1991, „Ave Caesar“ 1989) oder in Sachbüchern („Das große Buch der Dinosaurier“) und auf einer ganzen Reihe von Buchtiteln: In den Jahren 1990 bis 2000 insbesondere in der Sciene-Fiction-Reihe des Heyne-Verlags.

Dabei ist Thiemeyer durchaus Illustrator von internationalem Rang: Seine Ölgemälde für die Buchumschläge der beiden „Shadowbridge“-Romane von Gregory Frost finden sich etwa auf den englischen wie den deutschen Ausgaben. Am Russell-Crowe-Film „Noah“ von Regisseur Darren Aronofsky war Thiemeyer als Konzeptkünstler beteiligt. Seine Skizzen und Gemälde wurden 2014 in der Ausstellung „Noah Art Show“ in New York gezeigt.

Als bester Graphiker erhielt Thomas Thiemeyer den angesehenen Kurd-Laßwitz-Preis seit 1999 bislang fünfmal. 2006 und 2011 erhielt er den Deutschen Phantastik Preis.

Seine Romane sieht Thiemeyer in der Tradion des klassischen Abenteuerromans. Auf fünf Bände und eine Kurzgeschichte ist seine Reihe „Die Chroniken der Weltensucher“ inzwischen angewachsen, die sich an jugendliche Leser richtet. Die Geschichten spielen im späten 19. Jahrhundert, der Zeit von Jule Verne, der auf jeden Fall eine Inspiration für den Autor gewesen sein dürfte – mit einem zusätzlichen Schlag Phantastik, den sich Verne vielleicht noch nicht so ganz hätte träumen lassen.

Thomas Thiemeyers Heldin Hannah Peters geht dagegen für erwachsene Leser seit 2004 auf die Reise – bislang viermal, zuletzt in "Babylon". Hannah ist so etwas wie ein Gegenentwurf zu den brutal-monumentalen Helden Indiana Jones und Lara Croft – eine Archäologin, die sich durch ihren Respekt vor den mystischen Orten auszeichnet, an die sie Buch für Buch reist. Und die, so alterslos sie scheint, sich als Charakter doch weiterentwickelt und ein Leben außerhalb des Abenteuers führt. Mit Hannah Peters taucht man in lebendig erzählte Geschichte ein … wobei die Bücher jedoch auch nicht umsonst als „Thriller“ betitelt sind.

Auch bei seinem erzählerischen Werk kann Thiemeyer auf internationalem Parkett bestehen: Seine Geschichten wurden in 13 Sprachen übersetzt. Die Illustrationen auf den Buchcovern steuert Thiemeyer dabei natürlich meist selbst bei.

 

Bücher von Thomas Thiemeyer:

 

Die Eden-Trilogie

 

Romane mit der Heldin Hannah Peters

 

Die Chroniken der Weltensucher

 

Weitere Romane von Thomas Thiemeyer

 

Interview mit Thomas Thiemeyer

Thomas Thiemeyer spricht mit literaturtipps.de über seinen Thriller "Babylon".

literaturtipps.de: Herr Thiemeyer, was erwartet die Leser in Ihrem neuen Roman? Können Sie kurz die Handlung zusammenfassen?

 
literaturtipps.de:
Schauplatz von Babylon ist der Nahe Osten, das irakisch-syrische Grenzgebiet und aktuell eines der geährlichsten Krisengebiete. Was hat sie dazu bewegt, sich speziell mit dieser Region zu beschäftigen?

 

literaturtipps.de: Wie kamen Sie auf die Idee zum neuen Thema, dem Mythos "Der Turm von Babel"?

 

literaturtipps.de: Was ist die Kernfrage Ihrer Geschichte?

 

literaturtipps.de: Ihr neuer Roman "Babylon" reiht sich ein in eine erfolgreiche Serie um die Archäologin Hannah Peters. Was verbindet Sie persönlich mit dieser Figur?


Wir bedanken uns bei Thomas Thiemeyer für das Interview.

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