John R. R. Tolkien

J.R.R. Tolkien (1892 – 1973) liebte alte Sprachen: Schon als Kind lernte er von seiner Mutter, die Grundzüge des Lateinischen, Französischen und Deutschen. Später beschäftigte er sich mit dem Walisischen, dem Griechischen, dem Mittel- und dem Altenglischen und mit dem Finnischen, das zu seiner Lieblingssprache und größten Quelle der Inspiration werden sollte. Schon bald begann er, angespornt von seinen philologischen Kenntnissen, sich eigene Sprachen auszudenken. Er studierte „Vergleichende Sprachwissenschaften“ in Oxford und entwickelte Quenya, die Hochsprache der Elben seiner noch nicht erdachten Mittelerde. 1916 nahm er an der Schlacht an der Somme, der blutigsten Schlacht des Ersten Weltkrieges, teil. Dieser Einbruch des Bösen in eine friedvolle Welt sollte zum Leitthema seiner zukünftigen Werke werden. Berührt vom Tod eines Kameraden begann Tolkien eine völlig neue Welt zu schöpfen: Mittelerde.“The Book of Lost Tales“ enthielt schon Grundzüge dessen, was später das „Silmarillion“ werden sollte, das aber erst postum durch seinen Sohn veröffentlicht wurde. 1937 erschien „Der kleine Hobbit“, der bereits die Charaktere der „Herr der Ringe“-Trilogie etablierte und den Ausgangspunkt derselben bildete. 1969/70 erschien„Der Herr der Ringe“ in drei Bänden. Eine unautorisierte Version der Bücher sorgte in Amerika schnell für Aufsehen und machte Tolkien zu einer Berühmtheit. Postum erschienen mehrere Werke rund um die Mittelerde-Saga, so zum Beispiel „Guide to the Names in »The Lord of the Rings«, A Tolkien Compass“, „Nachrichten aus Mittelerde“ und „The History of Middle-earth“ in 13 Bänden. Im Alter von 81 Jahren starb J.R.R. Tolkien nach kurzer Krankheit in Bournemouth.

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„Wer lesen kann, ist klar im Vorteil“, so lautet ein berühmtes Zitat des deutschen Wirtschaftsbuch-Autoren Edgar K. Geoffroy. Doch nicht nur, wer lesen kann, ist im Vorteil, sondern auch wer lesen will.