Ildikó von Kürthy

Ildikó von Kürthy (Jahrgang 1968) ist die derzeit meist verkaufte deutschsprachige Schriftstellerin. Ihre Frauenromane schafften es bislang alle auf die vorderen Plätze der deutschen Bestsellerlisten. Das Erfolgsgeheimnis der aus Aachen stammenden Autorin sind ihre Heldinnen: moderne, junge Frauen, die ihren Alltag mit Witz und Selbstironie meistern und sich auch ihre kleinen Schwächen zugestehen. Dieses Konzept ging bereits bei Ildikó von Kürthys Debüt „Mondscheintarif“ auf, ihrem bislang erfolgreichsten Buch. Der Roman wurde 2001 durch Ralf Huettner fürs Kino verfilmt, weitere Verfilmungen sind derzeit in Planung. Mit „Herzsprung“ und „Freizeichen“ legte Ildikó von Kürthy bald nach und bewies, dass sie kein One Hit-Wonder war. Den Problemen reiferer Frauen widmet sie sich in ihrem Buch „Endlich!“ (2010), in dem eine betrogene Ehefrau und Mutter mit den Waffen einer Frau um ihr Glück kämpft.

Von Kürthy arbeitete nach der Schulzeit u.a. für die Frauenzeitschrift „Brigitte“ und für das Kultur- und Unterhaltungs-Ressort des Magazins „Stern“. Auch heute noch betätigt sie sich neben ihrer schriftstellerischen Tätigkeit als freie Redakteurin für unterschiedliche Magazine und schreibt eine regelmäßige Kolumne für die „Brigitte“. 2012 sprach sie in ihrem Buch „Unter dem Herzen. Ansichten einer neugeborenen Mutter“ aufrichtig und ehrlich über die schönen und weniger schönen Momente im Leben einer Mutter. Sie geht darin der Frage nach, was es bedeutet, Mutter zu sein. „Unter dem Herzen“ ist von Kürthys erstes Buch, das auf ihrem eigenen Leben basiert. Besonders wichtig ist es ihrer Auffassung nach, dass man sich auch als Mutter ein kleines eigenes „Restleben“ bewahrt und sich nicht verrückt machen lässt. Lustig, aber mit einer Menge Wahrheit beschreibt sie, wie beispielsweise der Kauf eines Kinderwagens quasireligiöse Züge annehmen kann. Die Selbstironie und der feine Witz, mit dem Ildikó von Kürthy ihre Schwangerschaften darin Revue passieren lässt, hebt „Unter dem Herzen“ aus der Menge der Schwangerschafts- und Mutterbücher heraus.

In „Sternschanze“ (2014) kehrt Ildikó von Kürthy dann zu dem zurück, was sie am besten kann: sommerleichte Frauenromane schreiben. So wie die Autorin seit „Mondscheintarif“ erwachsen geworden ist, so sind auch ihre Figuren gereift. Nicki, von Kürthys Heldin in „Sternschanze“, muss im Alter von 44 Jahren ihr Leben plötzlich neu ordnen, als eine Affäre ihre Ehe beendet, die ihr ein Leben in Luxus und Wohlstand bescherte, sie aber nicht glücklich machte. Ohne allzu sehr in die Abgründe dieses Szenarios abzutauchen, zeigt Ildikó von Kürthy, was passieren kann, wenn in einer Ehe die Luft raus ist. Dass sie sich dabei des einen oder anderen Klischees bedient, sei ihr vergeben. Denn obwohl das Buch mitunter an Tiefe vermissen lässt, ist es ein wunderbares Buch für den Sommerurlaub, das sich herrlich leicht weglesen lässt und unkompliziert unterhält.

Zu gemischten Kritiken erschien 2016 Kürthys Buch "Neuland" – ein Bericht über die Suche nach einem neuen, besseren Leben, mit Umwegen über Midlife Crisis, Schweigekloster, Fastenzeiten oder Pilates.

 

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