Sabine Weigand

Sabine Weigand (1961) bringt alles mit, was eine Autorin historischer Romane braucht: Sie verfügt dank ihres Studiums der Anglistik, Amerikanistik und Geschichte über profundes Hintergrundwissen und über besondere Kenntnisse in der Bayerischen Landesgeschichte, zu der sie promoviert hat, und hat als wissenschaftliche Mitarbeiterin und Ausstellungsplanerin im Schwabacher Stadtmuseum immer wieder mit Originaldokumenten und historischen Exponaten zu tun, die ihre Phantasie und Vorstellungskraft beflügeln. Aus diesem reichen Fundus schöpfte Sabine Weigand dann auch die Ideen und Grundlagen zu ihrem ersten historischen Roman: „Die Markgräfin“ erschien 2004 und thematisierte das Leben der Markgräfin Barbara von Ansbach, die 1493 in die Plassenburg im oberfränkischen Kulmbach eingesperrt wurde. Barbara war mit König Wladislaw II. von Böhmen verheiratet, der sich aber bald darauf von ihr trennen wollte. Barbara beantragte also beim Papst die Auflösung ihrer Ehe und versprach einem Ritter die Ehe. Dafür ließ ihre Familie sie in der Plassenburg festsetzen, bis sie die Verlobung auflöste. Die Geschichte der Barbara von Brandenburg bot Sabine Weigand ausreichend dramatischen Stoff für ihren Debüt-Roman. Es war Weigands sensationeller Einstand in das Genre der historischen Romane. Seitdem hat sie einen Bestseller nach dem anderen geschrieben und inzwischen eine große Fangemeinde um sich gesammelt. Es folgten die Romane „Das Perlenmedaillon“, „Die Königsdame“, „Die Seelen im Feuer“, „Die silberne Burg“ und „Die Tore des Himmels“ sowie zahlreiche Kurzgeschichten und Beiträge zur Fachliteratur. „Die Tore des Himmels“ greift die Lebensgeschichte einer weiteren faszinierenden Frauengestalt aus dem Mittelalter auf: der Heiligen Elisabeth von Thüringen, die ihr Leben lieber der Hilfe der Bedürftigen widmete, als im Luxus ihres Lebens als Landgräfin zu schwelgen. Auch „Die silberne Burg“ erzählt die beeindruckende Geschichte einer Frau, die ihrer Zeit weit voraus war: die historisch verbürgte jüdische Ärztin Sara reiste im 15. Jahrhundert als Ärztin durch das Land und gerät im Roman in die Schusslinien der Machtintrigen, die auf dem Konzil von Konstanz gesponnen werden. Was die Fans an den Büchern von Sabine Weigand besonders mögen, ist die fundierte historische Hintergrundrecherche. Hier kommt die Historikerin in der Autorin zum Vorschein, der es bei aller Unterhaltung und Dramatik auch darum geht, die starken weiblichen Figuren des Mittelalters möglichst authentisch zum Leben zu erwecken.  

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