Edward Whymper

Edward Whymper (1840 – 1911) war ein englischer Bergsteiger, der mit einer Reihe eindrucksvoller Erstbesteigungen – darunter mit der legendären Erstbesteigung des Matterhorns bei Zermatt – Geschichte schrieb. Whymper wuchs in London in ärmlichen Verhältnissen auf und kam als Illustrator erstmals in die Alpen. Hier entwickelte er eine Leidenschaft für das Bergsteigen und schon 1864 gelangen ihm seine ersten Erstbesteigungen: Er bezwang den Barre des Écrins, den Aiguilled’Argentières und den Mont Dolent.

1865 schließlich gelang es ihm, den Wettkampf gegen das italienische Konkurrenz-Team zu gewinnen und am 14. Juli erstmals den Gipfel des Matterhorns zu besteigen. Während des Abstiegs kam es allerdings zur Tragödie, als einer seiner Begleiter abrutschte und drei weitere Bergsteiger mit in den Tod riss. Nur Whymper und die Bergführer Vater und Sohn Taugwalder konnten unversehrt ins Tal zurück gelangen. 15 Jahre später gelang ihm ein weiterer Triumph: die Erstbesteigung des 6.310 Meter hohen Anden-Vulkans Chimborazo in Ecuador. Doch der Schatten des Matterhorns haftete ihm für den Rest seines Lebens an.

In seinem Werk "Der lange Weg zum Gipfel" nahm er erstmals Stellung zu den Ereignissen und rechtfertigte sich gegen die Anklage der fahrlässigen Tötung. Dennoch blieb Whymper bis zu seinem Tod 1911 ein Außenseiter in der Bergsteiger-Gemeinschaft.

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