Das Kochen der Zukunft
Sie gilt als das „Kochen der Zukunft“ und ist bei Feinschmeckern und Sterneköchen ganz groß im Trend: die molekulare Küche. Was genau aber verbirgt sich eigentlich hinter dem futuristisch, technisch klingenden Namen?
Mit diesen naturwissenschaftlichen Erkenntnissen war es den Köchen nun plötzlich möglich, die Stoffe und Texturen ihrer Speisen zu beeinflussen. Sphärisierung, Gelifikation und Emulsifikation heißen die neuen Verfahren, die einmal mehr an Science-Fiction-Literatur erinnern. Und was sie bewirken ist nicht weniger wundersam: Aus Holundersaft und Melonen entsteht falscher Kaviar, aus Olivenöl entstehen Bonbons, aus Flüssigkeiten werden bunte Würfel hergestellt und das berühmte „heiße Eis“ schmilzt beim Abkühlen im Mund. Das ist Kochkunst auf höchstem Niveau!
Die Methoden der molekularen Küche
Bei der Sphärisierung werden beispielsweise kleine Kügelchen aus Flüssigkeiten geformt, der sogenannte „falsche Kaviar“. Aus Fruchtsäften und Obst- und Gemüsepürees entstehen in speziellen Verfahren kleine Gelkapseln, die an der Oberfläche geliert, aber in der Mitte noch flüssig sind. Überhaupt spielt Gelee in der molekularen Küche eine besondere Rolle. Verdickungs- und Geliermittel (vorrangig aus Algen) gehören zu den wichtigsten Requisiten des Molekularkochs, denn sie erlauben es ihm, die Textur der Lebensmittel vollkommen zu verändern und damit ein komplett neues Geschmacksempfinden zu erzeugen.
Für all diese Methoden benötigt man in der Regel eine voll ausgestattete Profiküche mit spezieller und leider auch teurer Ausrüstung. Mit einigen einfachen Mitteln können Sie aber auch zuhause ein wenig von der exquisiten Mischung aus Kunst und Wissenschaft auf den Teller bringen. In unserer Topliste Molekularküche finden Sie Kochbücher und Anregungen rund um das Thema molekulares Kochen.
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