Die Highland-Saga von Diana Gabaldon
Mai 1946: In den schottischen Highlands verbringen Claire und Frank Randall ihre zweiten Flitterwochen. Am Morgen des Beltane-Fests werden sie Zeugen eines alten keltischen Rituals in einem verborgenen Steinkreis. Die Steine scheinen zu summen und zu vibrieren und als Claire sich anschließend in den Kreis begibt, wird sie von einem magischen Sog erfasst und durch die Zeiten gerissen. Als sie zu sich kommt, ist sie zwar immer noch im schottischen Hochland, aber man schreibt das Jahr 1743…
Die Highlander-Saga: Magische Bücher
Claires Reise durch die Zeit ist der Auftakt der Highlander-Saga von Diana Gabaldon, einer der erfolgreichsten Historien-Sagas aller Zeiten. Für jeden Leser ist etwas dabei: Fantasy-Freunde kommen in der Zeitreisegeschichte voll auf ihre Kosten, Romantik-Fans können sich in der großen Liebesgeschichte zwischen Claire und dem attraktiven schottischen Freiheitskämpfer Jamie Fraser verlieren und Liebhaber von Historien-Schmökern werden von der Kulisse des schottischen Jakobiten-Aufstandes und der Schlacht von Culloden begeistert sein. Apropos Schottland: Wer bislang noch nicht von diesem mystischen Land, mit seinen schroffen Bergen und tiefen Seen, fasziniert war, der wird es spätestens nach der Lektüre dieses Buches sein.
Große Liebe und große Gefahr im schottischen Hochland
Die Saga beginnt mit „Feuer und Stein“, einem Buch, das man – trotz seiner 800 Seiten - wie im Rausch in einem Zug durchliest und das man am liebsten nicht mehr aus der Hand legen mag. Packend sind die historischen Entwicklungen im Hochland von Schottland und unglaublich romantisch ist die Geschichte von Jamie und Claire. Aus den ersten zarten Gefühlen füreinander wird bald eine unsterbliche Liebe und die Frischvermählten beschließen im zweiten Band, „Die geliehene Zeit“, gemeinsam der von Claire prophezeiten Zukunft zu trotzen. Bald schon wird Prinz Charles Stuart bei dem Versuch, die schottische Krone zurück zu erobern, auf dem Schlachtfeld von Culloden geschlagen werden und mehr als 1.250 Männer verlieren. Als alle Versuche, ihn aufzuhalten, scheitern, flieht Claire in ihre Zeit zurück, wo sie Jamies Tochter Brianna zur Welt bringt. Der dritte Band, „Ferne Ufer“, schildert die Schlacht von Culloden, wie sich Schottland danach verändert und wie die Liebenden endlich wieder zueinander finden. Diese drei ersten Bücher sind ohne Wenn und Aber als absolute Top-Schmöker zu bezeichnen.
Ein neuer Anfang an den fernen Ufern Amerikas
Mit „Ferne Ufer“ endet zwar Jamies und Claires Zeit in Schottland, womit die Serie – wenigstens für Schottlandfans – ein wenig an Magie verliert. Doch wer die Highlander-Saga einmal begonnen hat, der wird wie süchtig auch die folgenden (bislang) vier Bände verschlingen. Spannend bleibt es nämlich trotzdem, denn Jamie und Claire scheint es immer dorthin zu ziehen, wo sich das nächste Unheil zusammenbraut. Mitte der 1760er Jahre landen sie in Amerika, wo sie sich in „Ruf der Trommeln“ in den Bergen von North Carolina eine neue Existenz aufbauen. Erneut weiß Claire, was geschehen wird und sie sieht bereits die ersten Vorzeichen für den Unabhängigkeitskrieg. Beschäftigt mit sich und der Zukunft sind Jamie und Claire vollkommen überrumpelt, als plötzlich ihre Tochter Brianna vor ihnen steht, aus der Zukunft angereist, um ihre Eltern zu warnen. Die Bände „Ein Hauch von Schnee und Asche“ und „Echo der Hoffnung“ nähern sich dann unaufhaltsam dem Unabhänigkeitskrieg, verstricken sich aber leider in viele kleine Episoden, langatmige Schilderungen und unübersichtliche Irrungen und Wirrungen.
Fazit zu Diana Gabaldons Highland-Saga
Mögen auch die letzten drei Bände etwas über das Ziel hinausgeschossen sein: Wer mal wieder einen richtigen Historien-Schmöker, einen fesselnden, dicken Wälzer lesen möchte, ein Buch, das einen nicht mehr loslässt, der sollte sich mit „Feuer und Stein“ in die Geschichte von Jamie und Claire Fraser wagen und von Diana Gabaldons Zeitreise-Romanen bezaubern lassen.
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