Gute Gründe ein Buch zu lesen

 

Wer liest, hat den Nichtlesern – einer Umfrage zu Folge immerhin 25% der Bevölkerung – gegenüber deutliche Vorteile. So sagte schon der englische Dichter Joseph Addison (1672 – 1719): „Lesen ist für den Geist das, was Gymnastik für den Körper ist“. Lesen hält also den Geist fit und stärkt ihn. Auch andere historische Größen äußerten sich sehr lobend über das Lesen. Der große russische Literat Leo Tolstoj sagte beispielsweise: „Beim Lesen lässt sich vortrefflich denken.“, wohingegen Jorge Luis Borges sagte: „Lesen ist Denken mit fremden Gehirnen.“

 

So viele Menschen können nicht irren. Zur weiteren Motivation deshalb hier eine Auflistung der wichtigsten Gründe für das Lesen.

 

Lesen ist Work-out fürs Gehirn

Wie Addison schon sagte, trainiert das Lesen von Büchern das Gehirn. Darin unterscheidet es sich sehr vom Fernsehen. Beim Lesen nämlich wird neben der Wortverarbeitung auch die eigene Kreativität und Phantasie gefordert. Das fördert wiederrum unser Konzentrationsvermögen. Durch die Anstrengung, sich auf den Text konzentrieren zu müssen, entwickelt sich das Gehirn weiter und gewöhnt sich daran, sich längere Zeit auf eine Tätigkeit zu konzentrieren. Das kommt uns in der Schule und im Berufsleben immer wieder zu Gute. Ein weiterer Pluspunkt des Gehirnjoggings: Die Gedächtnisleistungen verbessern sich, denn der Leser muss bei einem Roman ständig viele Dinge gleichzeitig im Kopf behalten und sich an Vorangegangenes erinnern.

 

Lesen bildet

Das ist keine leere Floskel, die Eltern ihren Kindern vorbeten, um sie vom Fernseher wegzulocken. Es stimmt tatsächlich, denn während des Lesens eignet man sich automatisch Fähigkeiten an. Wir erweitern unser Wissen und unseren Horizont, lernen fremde Länder und Städte kennen, treffen die unterschiedlichsten Menschen und beobachten, wie sie sich in bestimmten Situationen verhalten. Auch das prägt uns. Wer ein Sachbuch oder einen Ratgeber liest, hat natürlich einen besonders großen Lerneffekt, denn hier wird gezielt Wissen vermittelt. Neben dieser Wissenserweiterung führt das Lesen aber auch dazu, dass wir unser Vokabular erweitern und ein Gefühl für Grammatik und Ausdruck bekommen. Auch bestimmte Redeweisen eignen wir uns auf diese Weise an. Als Letztes wäre da noch die Kreativität zu nennen. Kreativität ist im Alltag sehr wichtig und hilft dabei, Konflikte zu lösen und Aufgabenstellungen zu bewältigen. Wer einen Krimi liest und versucht, herauszufinden, wer der Mörder ist, hat für seine kreativen Fähigkeiten schon viel getan.

 

Lesen steigert das Lebensgefühl

Dass man sich nach dem Lesen eines Buches besser fühlt, liegt nicht nur daran, dass man etwas für seine Bildung getan hat. Nein, es fördert auch unser Sozialleben. Wer gelesen hat, kann etwas erzählen und sich mit Gleichgesinnten austauschen. Und wer viel gelesen hat, findet zu vielen Themen Gesprächsstoff. Das stärkt das Selbstvertrauen und sorgt für mehr Offenheit im Umgang mit fremden Menschen. Doch auch wenn wir allein sind, profitieren wir vom Lesen, denn wer liest, langweilt sich in der Regel nicht. Er ist beschäftigt und im besten Fall sogar gefesselt von der spannenden Handlung. Und damit noch nicht genug: Ein Buch hilft uns, dem Alltag zu entfliehen und den Stress hinter uns zu lassen. Wir entfliehen der Geschwindigkeit des Tages und entspannen uns – eine Fähigkeit, die uns in der hektischen Zeit zwischen Fernsehen und Internet häufig verloren gegangen ist.

 

Und nicht zuletzt, sind Bücher immer besser als ein Film. Denn dieses Schauspiel spielt sich allein in unserem Kopf ab, mit unseren Figuren und Schauplätzen und sieht immer genauso aus, wie wir es wünschen.

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