Gute-Nacht-Geschichten mit Zauberkraft

 

Mutter und Kind lesen Gute-Nacht-GeschichtenErinnern Sie sich noch daran, wie es früher kaum etwas Schöneres gab, als von den Eltern ins Bett gebracht zu werden und dort Gute-Nacht-Geschichten vorgelesen zu bekommen? Wenn man schon ins Bett gehen musste, dann wenigstens mit einer Geschichte. Als Kind hat man jedes Wort der Geschichte von Anfang bis Ende in sich aufgesaugt, staunend gelauscht und vor dem geistigen Auge die schönsten Welten erschaffen. Gute-Nacht-Geschichten waren der letzte Höhepunkt des Tages. Und wenn wir heute mit einem Buch ins Bett gehen und vor dem Schlafengehen noch ein paar Seiten lesen, dann ist das eigentlich nichts anderes. Eine Gute-Nacht-Geschichte für Erwachsene eben. Das sollte eigentlich schon als Begründung ausreichen, auch den eigenen Kindern Gute-Nacht-Geschichten vorzulesen.

 

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Dennoch zeigt die Vorlesestudie 2013 ein trauriges Ergebnis: In einem Drittel aller Haushalte wird Kindern im Alter zwischen zwei und acht Jahren nur selten oder nie vorgelesen. Dabei gibt es doch nichts Schöneres, als den Kindern zu zeigen, dass sich „hinter scheinbar schmucklosen schwarzen Buchstaben tolle Geschichten“ verbergen, wie Armin Maiwald (bekannt aus der „Sendung mit der Maus“) sagt. Maiwald ist einer der Unterstützer des Vorlesetages und weiß, wie wichtig es für Kinder ist, dass sie am Ende des Tages mit einer Gutenachtgeschichte ins Bett gebracht werden. Auch wir wollen deshalb noch einmal betonen, wie wichtig es ist, Kindern vorzulesen und sie schon früh an die phantastische Welt der Bücher heranzuführen. Zunächst einmal die trockenen Fakten: Kinder, denen vorgelesen wird, sind häufiger sportlich aktiv und sie bekommen besser Schulnoten in Deutsch und Mathe. Das ist wissenschaftlich erwiesen und das ist eigentlich auch hinlänglich bekannt.

 

Verwöhnprogramm Gute-Nacht-Geschichten



Doch wussten Sie auch, dass das Vorlesen von Gute-Nacht-Geschichten so etwas wie ein Verwöhnprogramm für die Kleinsten ist? Schon im ersten Lebensjahr saugen die Kleinkinder alles auf, was sie an Sprache erhaschen können. Je mehr Sie mit Ihrem Kind reden, ihm vorlesen und Dinge erzählen, desto besser für Ihren Nachwuchs. Über das alltägliche Sprechen hinaus gibt es dabei kaum etwas, was die Synapsen so sehr anregt, wie das Erzählen von Geschichten und das Vorlesen von Gute-Nacht-Geschichten. Welchen Effekt das haben kann, sieht man spätestens, wenn das Kind im Alter von etwa einem Jahr selbst zu sprechen beginnt. Dann kann es endgültig losgehen mit dem Vorlesen. Jedes Wort, jedes Mal, dass Sie zu einem Buch greifen, um eine Gute-Nacht-Geschichte vorzulesen, ist Förderung pur für Ihren kleinen Liebling. Er lauscht mit leuchtenden Augen und sammelt jedes Ihrer Worte in einer kleinen Schatzkiste, während er den Abenteuern der Bücherhelden folgt. Spielerisch leicht finden so Ausdrücke, Formulierungen und Wortvariationen Eingang in seinen Sprachschatz. Spätestens in der Schule kann diese Schatzkiste dann beim Lesen und Schreiben lernen geplündert werden.

 

Lesen und Schreiben wird dann nicht als Last empfunden, ist nicht anstrengend für das Kind, sondern mit Freude und Genuss verbunden. Durch das Vorlesen von Gutenachtgeschichten assoziiert das Kind mit Büchern vor allem Glücksgefühle – und kann es kaum erwarten, bis es endlich selbst zum Buch greifen und die Welt der Buchstaben selbstständig erkunden kann. Ein schöneres Geschenk kann man seinem Kind für die Zukunft kaum mitgeben. Denn es ist doch so: Wer nicht liest, der lebt nur ein Leben. Wer liest, lebt hingegen zahllose. Er kann alles sein, alles werden, alles tun und überall hin gelangen. Das weiß das Kind bereits aus den Gute-Nacht-Geschichten, in denen es mit seinen Bücher-Freunden fremde Länder bereist, Freundschaften mit den ungewöhnlichsten Tieren und Fabelwesen geschlossen und so manch spannendes Abenteuer bestanden hat.

 

Hier finden Sie die schönsten Gute-Nacht-Geschichten:


Ab 6 Monate

 

Bis 2 Jahre


Bis 4 Jahre

 

Bis 6 Jahre

 

Glücksmomente mit Gute-Nacht-Geschichten


Sternentaler in den Gute-Nacht-GeschichtenNun hat das Kind einmal diese Tür aufgestoßen – und will sicher nie mehr darauf verzichten. Seiner Fantasie sind Flügel gewachsen und die kann nun nichts und niemand mehr stutzen. Ganz nebenbei hat sich so die Fähigkeit zum abstrakten Denken ausgebildet und seine Kreativität hat einen enormen Schub erlebt. Das Kind kann sich in andere Menschen hineinversetzen, verstehen, wie sie denken und warum sie so handeln, wie sie handeln. Es kennt schon längst nicht mehr nur seinen eigenen Erfahrungshorizont, sondern weiß aus den Gute-Nacht-Geschichten, dass andere Menschen anders denken und fühlen – und dass manche Gefühle von allen Menschen geteilt werden. Auch das ist ein wunderbares Geschenk für das spätere Leben.

 

Nutzen Sie also jede Gelegenheit, Ihr Kind mit Gute-Nacht-Geschichten ins Bett zu bringen, es mit Abenteuern und Worten zu verwöhnen und es auf Fantasie-Reisen zu schicken. Und ganz nebenbei sagt das Vorlesen Ihrem Kind auch: Ich bin da, ich bin ganz nah bei dir, ich habe Zeit für dich, du bist mir wichtig. Wenn Eltern und Kinder gemeinsam Abenteuer erleben – und sei es nur in Gute-Nacht-Geschichten – dann schafft das eine neue Nähe, schweißt sie zusammen, macht sie zu Vertrauten und Wegbegleitern. Das Vorlesen von Gute-Nacht-Geschichten kann zur geliebten Tradition werden, zu etwas, woran sich beide für den Rest ihres Lebens erinnern werden, zu einem Mikrokosmos, zu dem niemand sonst Zutritt hat. Und das alles nur, weil Sie gemeinsam ein Buch aufschlagen und sich in die Welten verführen lassen, die hinter den Buchstaben der Gute-Nacht-Geschichten warten.

 

Je nachdem, wie alt Ihr Kind ist, finden Sie bei uns Bilderbücher und Kinderbücher, die sich wunderbar als Gute-Nacht-Geschichten eignen. Einige dieser Geschichten wird Ihr Kind wieder und wieder hören wollen, andere bereiten ihm vielleicht nur ein oder zwei Mal Vergnügen. Wenn Sie Geschwisterkindern etwas vorlesen, dann mögen die Geschmäcker weiter auseinander gehen, doch mit ein bisschen Abwechslung ist für jedes Kind eine schöne Geschichte dabei, die es ins Reich der Träume begleitet. Die eine oder andere Erzählung wird sogar den Eltern richtig Spaß machen. Dann freuen Sie sich beide umso mehr auf die schönen Minuten, die Sie am Abend am Bett Ihres Kindes verbringen. Gönnen Sie sich und Ihrem Kind die Momente, die auch Sie damals so sehr genossen haben, als sie noch klein waren. Wäre es nicht so, hätten Sie diesen Artikel wohl nie zu Ende gelesen.

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