Hauptsache lesen: der Kindle Paperwhite

 

Kindle Paperwhite im Vergleich mit einem BleistiftDer neue Kindle Paperwhite, den Amazon 2013 gelauncht hat, könnte endlich das Gerät sein, das auch die letzten Zweifler vom E-Reader überzeugt. Ganz einfach deshalb, weil es an ihm kaum noch etwas auszusetzen gibt. Sieht man von der Tatsache ab, dass es sich hierbei nicht um ein gebundenes Buch aus Papier handelt, ist der Kindle Paperwhite das Gerät, dass das Lesen wirklich in unsere digitale Gegenwart übertragen kann – ganz einfach deshalb, weil er vom Original gelernt hat. Das, was wir an Büchern lieben, ist ja nicht die Tatsache, dass sie auf Papier gedruckt sind. In einer Zeit, in der das papierlose Büro zum Schlagwort geworden ist und jeder versucht, so wenig wie möglich Ressourcen zu verbrauchen, sollte es eigentlich gerade das sein, was an Büchern verbesserungswürdig ist. Was wir an Büchern lieben, ist das Lesegefühl. Wir lieben es, wie unsere Augen über das bedruckte Papier wandern und dabei Welten in unserem Kopf entstehen lassen. Natürlich lieben wir es auch, uns mit einem dicken Wälzer unter eine Decke zu kuscheln und das geliebte Buch anschließend zärtlich ins Regal zu seinen Freunden zu stellen. Doch abgesehen von Letzterem hat ein Buch in seiner ureigensten Papierform auch den einen oder anderen Nachteil gegenüber seinem digitalen Zwilling.

 

Der Kindle Paperwhite im Überblick
Lesekomfort optimales Lesevergnügen unter allen Lichtbedingungen (Dunkelheit und helle Sonneneinstrahlung dank integrierter Bildschirmbeleuchtung)
Speicherplatz 2 GB entspricht bis zu 1.100 Bücher
Akku bis zu acht Wochen bei einer täglichen Lesezeit von einer halben Stunde bei Beleuchtungsstufe 10
Gewicht 213 Gramm
Maße 169 mm x 117 mm x 9,1 mm
Display 15 Zentimeter (6 Zoll) Paperwhite-Display mit exklusiver Carta ePaper-Technologie, integrierter Beleuchtung der nächsten Generation, 212 ppi, optimierten Schriftarten, 16 Graustufen
WLAN Unterstützt öffentliche und private WLAN-Netzwerke und Hotspots
Formate Kindle Format 8 (AZW3), Kindle (AZW), TXT, PDF, ungeschützte MOBI, PRC nativ; HTML, DOC, DOCX, JPEG, GIF, PNG, BMP nach Konvertierung

 

 

So sammelt der Kindle Paperwhite Punkte beim Leser


Irgendwann tut es nämlich weh, den dicken Wälzer in den Händen zu halten, und spätestens, wenn man sich festgelesen hat und ihn auch unterwegs nicht mehr aus der Hand legen will, könnte man sich mit dem Gedanken anfreunden, sein Gewicht mal schnell auf 206 Gramm zu reduzieren. Genau so viel, wie der Kindle Paperwhite wiegt. Mit seinen Maßen von 169 mm x 117 mm x 9,1 mm passt er darüber hinaus in jede Handtasche. Das große Verkaufsargument von Amazon – 1.000 Bücher immer dabei – ist hingegen ein Punkt, dem man ein ähnlich vernachlässigbares Gewicht nachsagen könnte. 

 

Denn: Haben Sie sich schon einmal gewünscht, 1.000 Bücher einstecken zu können? Wohl kaum. Mehr als vier oder fünf Bücher schafft auch der ambitionierteste Leser in zwei oder drei Wochen Urlaub nicht. Kehren wir also zu dem Argument zurück, mit dem der Kindle Paperwhite wirklich überzeugt – und das damit beinahe so bahnbrechend für die Kulturgeschichte des Lesens ist, wie die Erfindung des Papiers und die Entwicklung des Buchdrucks durch Gutenberg: das Lesegefühl. Die Entwickler orientierten sich dabei an dem, was das Lesen im Buch so angenehm macht, während uns das Lesen am Bildschirm übermäßig anstrengt. Die E-Ink-Technologie, die gedruckte Tinte auf Papier auf dem Bildschirm simuliert, ist zwar nicht neu, beim Kindle Paperwhite von 2013 jedoch noch einmal weiterentwickelt und nun vollkommen ausgereift.

 

Perfekt für den Strand: der Kindle Paperwhite

 

Dafür hat man die Beleuchtung des Displays verbessert und so die Kontraste zwischen dem Weiß des Hintergrunds und dem Schwarz der Schrift verstärkt. Der Text wird gestochen scharf, was den Augen das Lesen erleichtert. Außerdem lässt es sich mit der Hintergrundbeleuchtung des Displays angenehm im Dunkeln lesen. Und weil es beim Paperwhite nicht zu Spiegeleffekten kommt, ist er auch der ideale Begleiter für den Strand und den Sommerurlaub am Meer. Darüber hinaus hat man sich beim Kindle Paperwhite viel Zeit genommen, um für jede Schriftart – selbst für so elegante wie Baskerville und Palatino – die optimale Pixelanzahl zu finden, um den Lesekomfort weiter zu erhöhen. In diesem Punkt steht der Kindle Paperwhite dem bedruckten Papier also in kaum etwas nach. Und auch beim Umblättern haben sich die Entwickler Gedanken gemacht, wie sie den Lesekomfort der Nutzer steigern können. Wenn wir jetzt schreiben, dass der Prozessor des neuen Kindle Paperwhite um 25% schneller ist als der alte, wird Ihnen das wahrscheinlich nicht viel sagen.

 

Sie werden es aber spätestens beim Umblättern merken, wenn die neue Seite so schnell geladen wird, dass es keine Verzögerung mehr im Lesefluss gibt. Wie in einem echten Buch können Sie so der Spannung hinterher durch das Buch jagen. Und weil man bei Kindle anscheinend weiß, dass Bücherfans nicht nur gradlinig lesen, sondern auch mal vor und zurück blättern – und auch heimlich auf das Ende schielen – hat man die PageFlip-Funktion integriert, mit der es sich wunderbar querlesen und zwischen den Kapiteln springen lässt. Hinzu kommt die intuitive Touch-Technologie. Wir sind es heute nun einmal gewöhnt, dass wir unsere Geräte direkt über den Bildschirm steuern. Das machen wir bei unseren Smartphones genau wie bei unseren Tablets und zum Teil sogar schon bei den PCs – und jetzt natürlich automatisch auch auf unserem E-Reader. So machen Sie sich an Ihrem eBook ganz einfach Randbemerkungen und Notizen, kopieren einzelne Textpassagen und teilen sie in ihren sozialen Netzwerken. Während Ersteres auch in jedem Buch geht, ist Letzteres ein neues Feature, das ebenfalls ganz dem Geist unserer Zeit entspricht.

 

Was der Kindle Paperwhite sonst noch alles kann


Kindle Paperwhite im DunkelnDoch damit ist der Kindle Paperwhite noch lange nicht am Ende. E-Reader verwandeln sich immer mehr in smarte Alleskönner, die dem Tablet-PC stetig ähnlicher werden (siehe der Kindle Fire HD). So verfügt der Kindle Paperwhite zum Beispiel über die Smart-Lookup-Funktion, mit der Sie auf zahlreiche Definitionen und Erläuterungen zugreifen können. Das Schöne dabei: Dafür müssen Sie die zuletzt gelesene Seite nicht einmal verlassen. Der Kindle Paperwhite bietet Ihnen zudem Zugriff auf ein Wörterbuch und einen Vokabeltrainer, mit dem Sie Ihren Wortschatz und Ihr Gedächtnis trainieren können. Und er begeistert all jene, die immer kein Ende finden können beim Lesen, außerdem mit der „Time to Read“-Funktion: Dabei orientiert sich das Gerät an Ihrer persönlichen Lesegeschwindigkeit und errechnet, wie lange Sie noch bis zum Ende des Kapitels brauchen werden. Mussten Sie das Lesen dann doch mal unterbrechen, hilft Ihnen die Whispersync-Technologie dabei, sofort wieder zu der Stelle zu springen, die Sie zuletzt gelesen haben. Ist das Buch ausgelesen, kommt es in Ihre persönliche Kindle-Bibliothek in der Cloud, die den internen Speicherplatz von 1.100 Büchern (1,25 GB stehen auf dem Gerät selbst zur Verfügung) erweitert. Hier organisieren Sie Ihre Lieblinge so, wie Sie sie zu Hause im Regal sortieren würden, und unterteilen sie nach Belieben in Kategorien. Und für den unwahrscheinlichen Fall, dass Ihr SUB (Stapel Ungelesener Bücher – in diesem Fall der dSUB, der digitale Stapel Ungelesener Bücher) einmal dem Ende zugehen sollte, können Sie über die Drahtlosverbindung ganz schnell nach neuen Büchern im Amazon-Store Ausschau halten, die Sie sich direkt auf den Kindle Paperwhite laden können. Und wenn das alles noch nicht reicht, dann wartet das Gerät noch mit der Kindle FreeTime zur Leseförderung von Kindern auf, die ihn – zum Beispiel gegenüber seinem Konkurrenten, dem tolino – endgültig unschlagbar macht.

 

All das kann man als Spielereien betrachten. „Wenn ich lese, dann möchte ich lesen und nichts teilen, nichts posten, nichts verschieben oder andere Kinkerlitzchen mit dem Text machen. Deshalb reicht mir ein Buch.“ Das könnten Sie sagen. Sie könnten auch sagen, dass Ihnen die Bücher in Ihrem Wohnzimmer fehlen würden, wenn Sie nun all Ihre Lieblinge auf dem Kindle Paperwhite sammeln würden. Als Bücherwurm dürfen Sie so fühlen. Wir werden nicht sagen, dass das nun einmal der Lauf der Dinge ist und dass man sich dem Fortschritt nicht verwehren darf, weil sonst all die neuen Errungenschaften der Technik unmöglich gewesen wären. All das wissen Sie. Und auch wir empfinden Wehmut bei dem Gedanken daran, dass das gedruckte Buch verschwinden könnte. Doch wir glauben, dass man, wenn man das Buch in die digitale Welt retten oder vielleicht einfach ein Buch haben will, das in jede Handtasche passt, den Kindle Paperwhite wählen sollte. Der Vormarsch des digitalen Buches ist nicht aufzuhalten, aber der Kindle Paperwhite trägt dem Buch Rechnung und macht es eingefleischten Bücherfreunden möglich, diese Neuerung anzunehmen. Und selbst wenn Sie den Kindle Paperwhite für unterwegs nutzen, hindert Sie niemand daran, Ihre Schmuckstücke dennoch weiterhin in Buchform zu kaufen und nach dem Schmökern unter einer dicken Decke ins Regal zu stellen. Hauptsache, Sie lesen. Viel Spaß dabei.

 

Übrigens: 2014 erschien eine neue Version des Kindle Paperwhite mit doppelter Speicherkapazität – für noch mehr Lesevergnügen. Gleichzeitig launchte Amazon das High-End-Gerät Kindle Voyage, das noch leichter, dünner und hochauflösender ist als der Paperwhite. Was zunächst befremdlich anmutet: Der Kindle Voyage kostet fast so viel wie ein Tablet, kann aber nur E-Books anzeigen. Die 190 Euro sind dennoch gut investiert. Mit einer Auflösung von 1440 x 1080 Pixeln ist er in puncto Schärfe nicht zu schlagen. Sie entspricht der Auflösung gedruckter Bücher und nähert sich diesen auch in Sachen Kontrast an.

 

Hier den Kindle Paperwhite direkt bestellen:

 

Weiteres Zubehör für den Kindle Paperwhite:

 

Weitere interessante Kindle-Geräte:


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