Kinderbücher für eine glückliche Kindheit

 

Familie liest gemeinsam ein KinderbuchIn jeder glücklichen Kindheit sollten Kinderbücher stete Begleiter sein: Türen in eine Welt voller Phantasie und kunterbunte Ideen, die die Kreativität des Kindes anregen, seine Spiele inspirieren und es abends in seine Träume begleiten. Das beginnt mit den ersten Kinderbüchern, die vor dem Schlafengehen am Bett vorgelesen werden, mit Bilderbüchern, die das Kind in einer ruhigen Minute selbst durchblättert und endet schließlich mit Abenteuerromanen und phantastischen Geschichten, die der junge Leser abends unter der Bettdecke verschlingt, weil er sie nicht aus der Hand legen kann.

 

Dabei ist es nie zu früh, mit dem Kind gemeinsam auf Entdeckungstour durch die Welt der Kinderbücher zu gehen. Schon lange bevor die Kleinen das Buch überhaupt selbst halten können, können die Eltern beim Vorlesen die Begeisterung für Bücher wecken. In der Vorlesestudie 2011 der Stiftung Lesen kommen die Forscher zu dem Ergebnis, dass Kinder und Jugendliche, denen in der Kindheit vorgelesen wurde, nicht nur länger, häufiger und mit mehr Spaß lesen, wenn sie älter werden, sondern dass sie auch im Durchschnitt um eine drittel Schulnote besser abschneiden und musisch, kreativ und körperlich aktiver sind als Kinder, denen nicht vorgelesen wurde.

 

Kinderbücher für die Jüngsten (ab 6 Monate)

 

Damit muss man übrigens auch nicht warten, bis das Kind richtig sprechen kann: Schon im Alter von 6 Monaten kann das Kind auf dem Schoß von Mama und Papa in die Welt der Bilderbücher eintauchen. Nachdem sich das Baby das erste halbe Jahr seines Lebens hauptsächlich für die spannenden Vorgänge in der realen Welt interessiert hat, erwacht dann allmählich auch die Begeisterung für Bilder. Auf abgebildete Dinge zeigen und sie mit den Spielsachen im Kinderzimmer in Verbindung bringen – das ist der erste Schritt zum Verständnis der Symbolebene, die später beim Lesen unverzichtbar ist, ist es doch die Grundlage dafür, das System der Schrift überhaupt zu verstehen. Diese Kinderbücher kommen noch vollkommen ohne Worte aus. Hier geht es lediglich darum, dass das Kind seine Welt in der Welt der Bücher wiedererkennt.

 

Kinderbücher für Kinder ab 6 Monate sprechen darüber hinaus gern auch die anderen Sinne an. Da gibt es weichen Stoff zum Streicheln, Seiten aus Gummi, die sich wunderbar Knautschen lassen, und Knöpfe, die Geräusche erzeugen. Ein besonderes Erlebnis ist dabei das Kinderbuch in Kombination mit dem TING-Stift. Er enthält Audio-Daten zu den jeweiligen Geschichten, die aus dem Internet heruntergeladen werden können, und animiert die Kinder zum Nachahmen von Tiergeräuschen. Das Sprechvermögen nimmt langsam Fahrt auf und nun ist es nur eine Frage der Zeit, bis das Kind beim Durchblättern der Kinderbücher die Namen und Begriffe zu wiederholen versucht. Das gemeinsame Lesen von Büchern ist nachweislich eine große Hilfe bei der Entwicklung der Sprache und spätestens nach 12 Monaten platzt bei den meisten Kindern der Knoten und das Geplapper ist nicht mehr aufzuhalten.

 

Kurze Geschichten in Kinderbüchern (bis 4 Jahre)

 

Eine Gruppe Kinder liest gemeinsam KinderbücherJetzt endlich tauchen auch Geschichten in den Kinderbüchern auf. Kinder ab einem Jahr können kurze Geschichten schon begreifen, hören sie am liebsten wieder und wieder und prägen sie sich auch ein. Das freie Nacherzählen beim Durchblättern des Kinderbuches macht nicht nur Eltern und Kindern Spaß, sondern schult auch das Gedächtnis und das Sprechvermögen. Auch Wimmelbücher, auf denen der kleine Bücherfreund unzählige Details entdecken kann, sind bestens für Kinder ab einem Jahr geeignet. Je älter das Kind nun wird, desto größer wird seine Lust, mit dem Kinderbuch aktiv zu werden. Lieder, Reime und Verse, sich ständig wiederholende Sätze, die mitgesprochen werden können, kleine Ratespiele und Suchbücher stehen bei den Jüngsten nun ganz hoch im Kurs.

 

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Spätestens mit vier Jahren wollen die Kinder dann ganze Geschichten hören, die ruhig eine halbe Stunde Vorlesezeit in Anspruch nehmen dürfen. Selbst der größte Zappelphillipp wird ganz still, wenn er in ein Abenteuer eintauchen darf und sich vor seinem geistigen Auge faszinierende Welten auftun. Nichts regt die Phantasie eines Kindes so sehr an wie Geschichten von Prinzessinnen, Drachen, Helden, Piraten und kleinen tierischen Freunden. Und immer gibt es dabei in Kinderbüchern etwas über das Leben zu lernen, über Freundschaft und über Dinge, die man tun oder lassen sollte. Vor allem Märchen vermitteln verschlüsselte Botschaften über die Gefahren des Lebens und entsprechende Verhaltensweisen, die die Kinder ganz nebenbei aufgreifen. Diese Aufgabe wird ihnen schon seit Jahrhunderten zugesprochen – und sie haben ihre Wirkung noch nie verfehlt. Wenn die Geschichten in Ihrem Kind dann das Bedürfnis wecken, sich auszutauschen, wenn es Fragen hat oder erzählen möchte, welche Parallelen es zu seinem eigenen Leben entdeckt hat, dann hören Sie gut zu. Das gibt dem Kind nicht nur das Gefühl, verstanden zu werden, sondern schult auch seine Fähigkeit, sich auszudrücken und Gehörtes zu interpretieren und einzuordnen.

 

Kinderbücher selber lesen (6 bis 12 Jahre)

 

Junge liest Kinderbücher in BibliothekMit sechs Jahren dann endlich lernt das Kind selbst zu lesen. Egal, wie gern es immer den Geschichten der Eltern gelauscht hat – es ist schon etwas ganz besonderes, sich ein Kinderbuch selbst zu erobern. Wort für Wort kämpft man sich durch die Geschichten, die man schon sooft gehört hat und die bei Mama und Papa immer so leicht klangen. Doch wie groß ist das Glücksgefühl, wenn das erste Kinderbuch ausgelesen ist! Das erste eigene Lesebuch sollte sich einer leichten Sprache bedienen, denn zu viele Misserfolge könnten dem Kind den Spaß am Lesen nehmen. Nebenbei dürfen Mama und Papa aber trotzdem abends am Kinderbett sitzen und Geschichten vorlesen, für die das Kind noch nicht das notwendige Leseniveau erreicht hat. Dem Vergnügen tut das keinen Abbruch. Nun ist die Zeit für Bücher wie „Der Zauberer der Smaragdenstadt“ und „Lauras Stern“ gekommen und die Helden von Astrid Lindgren bekommen ihren großen Auftritt. Mitunter kann es in den Büchern auch abenteuerlich hergehen, doch Eltern sollten immer einen Blick in das Buch werfen – und gegebenenfalls Probe lesen – um sicher zu gehen, dass die Geschichten den Nachwuchs nicht überfordern oder gar ängstigen.

 

Spätestens im Alter von 10 Jahren gibt es dann kein Halten mehr: Harry Potter, Artemis Fowl – der Meisterdieb – und magische Wesen beginnen das Kinderzimmer zu erobern. Mehr als je zuvor leben die Kinder ihre eigenen Träume und Phantasien in Büchern aus. Inzwischen wissen sie ganz genau, was sie wollen und was sie interessiert. Das können „Die fünf Freunde“ von Enid Blyton sein, Pferdegeschichten oder erste Liebesromane. Mädchen fangen dabei häufig viel früher an als Jungen, sich für die großen Themen der Erwachsenen zu interessieren – allen vorran natürlich für die Liebe. Und bald wandern dann die Kinderbücher in den Schrank, in die Kiste und in den Keller, wo sie darauf warten, dass sich das einstige Kind irgendwann an die schönen Lese- und Vorlesestunden erinnert und sie wieder hervorkramt – vielleicht für eine neue Generation lesefreudiger Kinder, die mit Kinderbüchern die Welt zu entdecken beginnt. Nun bricht die Ära der Jugendbücher an, eine Phase, die oft viel länger hält als die Begeisterung für Kinderbücher - bei manchen Menschen sogar ein Leben lang, wie sie in unserem Topthema über Jugendbücher nachlesen können.

 

Diese Kinderbücher für Kinder jeden Alters empfehlen wir Ihnen:

 

Bücher für Kinder ab 6 Monate

 

Bücher für Kinder bis 2 Jahre


Bücher für Kinder bis 4 Jahre

 

Kinderbücher bis 6 Jahre


Kinderbücher bis 8 Jahre


 

Kinderbücher bis 10 Jahre

 

Kinder- und Jugendbücher bis 12 Jahre


Anschließend geht es weiter mit Jugendbüchern. Die besten haben wir für junge Leser zusammengestellt.

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