Können Sie dem Reiseführer für London trauen?

 

Reiseführer London Telefonzelle Big BenVor 300 Jahren sagte der britische Gelehrte Samuel Johnson: „Sir, when a man is tired of London, he is tired of life; for there is in London all that life can afford.” (Sir, wenn ein Mann jemals London müde geworden ist, dann ist er des Lebens müde geworden, denn London hat alles zu bieten, was das Leben bereithält.”) Jeder Reiseführer für London kann das bestätigen. Und jeder London-Reiseführer WIRD das bestätigen – ganz ohne Ausnahme. Nicht nur die Engländer selbst glauben nämlich, dass London die beste Stadt der Welt ist, der Nabel, das Zentrum, die Hauptstadt und das Ziel der Träume. Das schreiben zwar auch viele Reiseführer über New York über die wohl aufregendste Stadt Amerikas, doch die britische Hauptstadt rühmt sich dieses Rufes schon wesentlich länger. Schon als New York noch nicht mehr war als ein Stück Land, das von einem Stamm amerikanischer Ureinwohner bewohnt wurde, war London das Zentrum der damals bekannten Welt.

 

Was Ihnen alle Reiseführer über London verraten


Samuel Johnson war es auch, der schrieb: „Wenn man London sieht, hat man alles vom Leben gesehen, was die Welt einem zeigen kann.“ Und die Reiseführer für London lassen keinen Zweifel daran, welche Sehenswürdigkeiten es sind, die man auf keinen Fall verpassen sollte. Bekanntermaßen ist London die Stadt mit der größten Dichte an Sehenswürdigkeiten. Die Liste ist lang und in der Aufzählung ähnelt ein London-Reiseführer dem nächsten. Unweigerlich müssen auf der Liste der Sehenswürdigkeiten von London die Tower Bridge, der Tower of London, Big Ben, das House of Parliaments, der Buckingham Palace, das London Eye, Westminster Abbey und die St. Paul’s Cathedral stehen. Der Besucher reist an diesen historischen Orten durch die Geschichte der Stadt, die einst, etwa um das Jahr 47 n.Chr., als römische Garnisonsstadt Londinium begonnen hat. Zerstört, wieder aufgebaut, verlassen, verwahrlost, neu errichtet und zur Hauptstadt erwachsen – das ist die Geschichte von London bis ins Mittelalter hinein. Dann: abgebrannt, von Erdbeben erschüttert, von Krankheiten befallen und bombardiert. Auch darüber haben die meisten Reiseführer über London eine Menge zu berichten.

 

 

Die restlichen Seiten füllen die London-Reiseführer dann mit den Eigenarten der Stadt und ihrer Bewohner. Dort erfahren wir, dass die Londoner – im Gegensatz zu den Bewohnern des restlichen Englands – nur sehr ungern in Gespräche mit vollkommen Fremden verwickelt werden. Kommt man sonst in England an einem gemütlichen Small Talk nicht vorbei, senkt man in London in der Underground den Blick und gibt vor, nur mit sich und seiner eigenen Welt beschäftigt zu sein. Gespräche werden auf das Nötigste reduziert. Und sollte es doch einmal versehentlich dazu kommen, beschwert man sich über die Unpünktlichkeit der London Underground oder klagt über bzw. lobt das Wetter der letzten Tage. Das Wetter und der Small Talk sind ein ewiges, leidiges Thema in der englischen Kultur und das bevorzugte Ziel von Spottern aus aller Welt. Wie aber jeder Reiseführer über London zeigt, gibt das Wetter aber auch reichlich Anlass zum Klagen. Es ist immer nass und windig. Und wenn es nicht nass ist, dann ist es nur windig und kalt. Nur zwischen September und Oktober kann man länger als ein paar Stunden mit dem Wetter Glück haben: Dann ist es nur windig, aber wenigstens nicht kalt. Natürlich gestehen die meisten Reiseführer für London auch ein, dass das eigentlich ein Klischee ist und dass die Stadt ihre Besucher durchaus auch mal überraschen kann, doch die Voraussage trifft häufiger zu, als dass sie nicht zutrifft. Weitere Klischees, die Reiseführer über London natürlich bedienen müssen, sind die britische Küche, die im Wesentlichen aus Fish & Chips, Curry und Sausage & Mash besteht.

 

Woran Sie erkennen, dass Sie den richtigen Reiseführer für London haben


Reiseführer London Big Ben House of Parliament RegenDoch wann weiß man eigentlich, dass man sich für den richtigen Reiseführer für London entschieden hat, wenn doch alle eigentlich immer das Gleiche wiedergeben? Den richtigen Reiseführer für London haben Sie dann erwischt, wenn er Ihnen rät, dass Sie für die Fahrt mit der Underground am besten die wiederaufladbare Oyster Card kaufen, eine Prepaid-Carte, die beim Ein- und Aussteigen gescannt wird und die Ihnen immer den günstigsten Tarif berechnet. Sie haben ihn dann erwischt, wenn er Ihnen nicht nur sagt, dass der Eintritt in die meisten Museen der Stadt kostenlos ist, sondern auch dass Sie auch für Westminster Abbey nichts bezahlen müssen, wenn Sie mit Ihrem Besuch bis nach 17 Uhr warten. Dann können Sie außerdem dem Kirchenchor lauschen, der eine Stunde lang den Evening Song singt. Am Wochenende gilt diese Regelung sogar schon ab 15 Uhr. Den richtigen Reiseführer für London haben Sie dann, wenn er Ihnen nicht nur sagt, dass Sie die besten Fish & Chips im The Golden Hint in der Oxford Street und das beste Sausage & Mash im S & M Cafe in der Brushfield Street essen können, sondern auch, dass es günstiges und sehr gutes Essen im St. Thomas' Hospital gegenüber der Westminster Abbey und den Houses of Parliament  auf der anderen Seite der Themse gibt. Die sehr gute Kantine steht auch Besuchern offen, die sonst nichts im Krankenhaus zu suchen haben.  

 

Ein guter Reiseführer für London verrät Ihnen außerdem, dass Sie Shakespeare-Stücke günstig erleben können, wenn Sie sich im Globe Theater für einen Steh- statt für einen Sitzplatz entscheiden. Das macht das Theatererlebnis nicht nur wesentlich authentischer – schließlich ging es hier früher sehr rau und lebhaft zu und vor allem auf den Stehplätzen herrschte ordentlicher Tumult – sondern auch noch bezahlbar. Gerade einmal umgerechnet 6 Euro kosten die Tickets dann pro Person. Sparen können Sie außerdem, wenn Sie die richtige Zeit abwarten, um auf den Camden Market zu gehen. Eine Stunde vor Marktschluss senken die Verkäufer hier nämlich ihre Preise. Ein richtig guter London-Reiseführer sagt Ihnen auch, was Sie sich klemmen sollten. Er wird nicht in die Lobeshymnen über London Dungeon, Madame Tussauds und den London Zoo einstimmen, sondern Ihnen offen und ehrlich sagen, dass es sich dabei um Touristenfallen handelt – und Ihnen stattdessen tolle Alternativen anbieten. Wer zum Beispiel nicht stundenlang frustriert durch den Zoo wandern und sich darüber ärgern möchte, viel Geld für fast nichts ausgegeben zu haben, der fährt zur Canary Wharf, wo die Mudchute Park & Farm vor urbaner Kulisse das Farmleben zum Anfassen aufleben lässt. Schweine, Schafe, Ziegen, Esel, Lamas und Alpakas, Hühner, Enten und Gänse freuen sich hier auf Besucher. Der Eintritt ist frei und am Abend dürfen die Gäste der Farm auch dabei mithelfen, die Tiere zu den Ställen zurückzubringen. Das ist zwar kein typisches London-Erlebnis, aber eine schöne Abwechslung in einer Stadt, die von sich glaubt, immer am Puls der Zeit, immer hip, immer chic, immer cool zu sein.

 

All das kann Ihnen ein guter Reiseführer für London verraten – und natürlich noch viel mehr. Hier haben wir Ihnen ausgewählte Reiseführer für London zusammengestellt:

 

 

Unser Favorit unter allen genannten Guides ist der MARCO POLO Reiseführer London von Birgit Weber und Kathleen Becker. Er kommt mit einer extra Faltkarte und einem Cityatlas und – typisch für die Reihe – mit jeder Menge Insider-Tipps. Übersichtliche, kurze und knackige Beschreibungen machen das Büchlein sehr reisetauglich. Auf einen Blick findet man, was man gesucht hat, und auf die Tipps in diesem London-Reiseführer ist wirklich Verlass. Besonders praktisch ist die Möglichkeit, ihn elektronisch und platzsparend auf einem Kindle-E-Reader mitzunehmen. Die Kindle-Version des MARCO POLO Reiseführers London finden Sie natürlich ebenfalls bei uns.

 

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Weitere Reiseführer für andere Regionen Großbritanniens finden Sie hier:

 

 

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Wenn Sie sich schon literarisch auf Ihren Urlaub in London einstimmen wollen, haben wir hier ein paar tolle Buchtipps für Sie:

 

Einen alternativen Reiseführer für London finden Sie auch in der Reihe 111 Orte, die man gesehen haben muss.

 

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