Neue Lust am Schenken: Bücher als Weihnachtsgeschenke

 

Weihnachtsmann bringt WeihnachtsgeschenkeAls wir Kinder waren, glaubten wir ganz fest daran, dass der Weihnachtsmann die Weihnachtsgeschenke bringt. Auf magische Art und Weise entstanden die tollen Spielsachen in seiner Werkstatt, in der zahllose Wichtel fröhlich singend vor sich hin arbeiteten. Wenn wir uns überhaupt Gedanken darüber machten, dann war es nicht mehr als bloßer Zufall, dass die Weihnachtsgeschenke Ähnlichkeit mit den Dingen hatten, auf die wir zuvor mit strahlenden Augen im Spielzeugladen gezeigt hatten. Weihnachtsgeschenke hatten etwas rundherum Magisches an sich, waren nichts, was einem Kopfzerbrechen bereitet hätte. Man schrieb seine Wünsche auf einen Zettel, der – wenigstens bei uns – am Vorabend des Nikolaustages in den Stiefel gesteckt wurde. Am nächsten Tag war der Zettel verschwunden und der Nikolaus hatte einen kleinen vorweihnachtlichen Gruß hinterlassen. Für uns Kinder hieß das, dass unser Wunschzettel in der weihnachtlichen Hauspost gelandet und nun auf dem direkten Weg zum Weihnachtsmann war. In den kommenden 18 Tagen würde der schon dafür sorgen, dass die richtigen Weihnachtsgeschenke den Weg zu uns fanden. Und wir wurden in diesem Glauben nur selten enttäuscht.

 

Doch irgendwann muss jeder einmal erwachsen werden – und dazu gehört auch, dass man erkennt, dass Weihnachtsgeschenke nicht in einem Jutesack den Kamin herunterrutschen und einfach unter dem Weihnachtsbaum zum Liegen kommen. Nein, für Erwachsene bedeuten Weihnachtsgeschenke dieser Tage Stress. Schon Monate bevor man auch nur die leiseste Ahnung von Weihnachtsstimmung in sich aufkommen spürt, überhäufen uns die Medien mit Geschenkideen und mit Vorschlägen, wie wir unsere Lieben zu Weihnachten beglücken können. Mit Magie hat das spätestens dann nichts mehr zu tun, wenn man sich an den Adventswochenenden mit Tausenden anderen Schenkenden durch die Shopping-Center quält und dort verzweifelt nach etwas sucht, das vermittelt, man habe sich über den Beschenkten Gedanken gemacht und genau das Richtige für ihn gefunden. Man sei nicht nur zufällig über etwas gestolpert, das man in der aufkeimenden Panik als geeignetes Geschenk verkaufen könnte. Das ist eigentlich schade, denn Weihnachtsgeschenke sollten von Herzen kommen. 365 Tage im Jahr hat man Zeit, sich nach einem tollen, unvergesslichen Geschenk umzusehen und doch werden die meisten Weihnachtsgeschenke nur wenige Wochen oder Tage vor Weihnachten gekauft. Nur 13 Prozent der Befragten gaben in einer Forsa-Umfrage an, sie würden das ganze Jahr über Weihnachtsgeschenke kaufen, nämlich immer dann, wenn ihnen etwas Passendes über den Weg liefe. Alle anderen kauften Weihnachtsgeschenke in der Vorweihnachtszeit – eben, weil Weihnachten ist und man etwas verschenken muss.

 

Bücher als Weihnachtsgeschenke mit persönlicher Note



Weil sich aber immer mehr Menschen dieser Tatsache bewusst werden und spüren, dass das der Idee von Weihnachten zuwider läuft, entscheiden sich immer mehr auch dafür, ihren Weihnachtsgeschenken eine ganz persönliche Note zu verleihen. Da wird gebastelt und personalisiert, selbst gebaut, geschrieben, gemalt und geklebt – je persönlicher, desto besser. Doch Selbstgemachtes ist nicht die einzige Möglichkeit, zu zeigen, wie sehr einem ein Mensch am Herzen liegt. Als Bücherwürmer wissen wir, dass auch Bücher als Weihnachtsgeschenke sagen: Ich habe mir Gedanken über dich gemacht. Ich weiß, wer du bist und was du magst, was dich beschäftigt und was dir wichtig ist. Bücher sind Weihnachtsgeschenke, die ein bisschen aus dem Rahmen fallen – eben weil man mit ihnen keinen materiellen Wert verschenkt, sondern einen Gedanken, eine Idee, eine Vorstellung, einen Traum. Entscheidet man sich für Bücher als Weihnachtsgeschenke – und möchte dabei nicht einfach einen aktuellen Bestseller auswählen, weil man meint, damit gar nicht falsch liegen zu können (nicht selten ein Irrtum!) – dann muss man sich Gedanken darüber machen, was für eine Person der Beschenkte ist und was ihn ausmacht. Und zwar nicht nur, damit er sich in dem Moment freut, in dem er das Geschenk auspackt, sondern damit er auch beim Lesen immer wieder denkt: Ja, das stimmt, das bin ich. Das passt zu mir. Das habe ich gebraucht.

 

Weihnachtsgeschenke, die von Herzen kommenWenn Sie sich für Bücher als Weihnachtsgeschenke entscheiden, gilt es, etwas herauszupicken, was die Persönlichkeit des Anderen ausmacht. Ist er ein Tagträumer? Ein Fantasy-Fan? Ein Sinnsuchender? Ein Abenteuerlustiger? Ein Gesundheitsbewusster oder ein Hobby-Philosoph? Sehnt er sich nach neuen Herausforderungen oder braucht er Motivation? Sehnt er sich nach der großen Liebe? Oder eher nach dem Nervenkitzel eines Psychothrillers? Vielleicht ist derjenige, dem Sie ein Buch schenken wollen, aber auch alles davon. Welchen Aspekt wollen Sie betonen? Was schätzen Sie besonders? Wer viel liest, der kennt das Gefühl, das Daniel Sempere in „Der Schatten des Windes“ von Carlos Ruiz Zafón auf dem Friedhof der Vergessenen Bücher überkommt. Dort darf er sich aus allen Büchern eines auswählen und entscheidet sich für eins, das „seit Jahren, wahrscheinlich seit der Zeit vor meiner Geburt, hier auf [ihn] gewartet hat.“ Wenn wir Bücher auswählen, weil wir glauben, sie wären als Weihnachtsgeschenk für einen besonderen Menschen geeignet, dann können wir damit Dinge in Gang setzen, die wir zuvor nicht einmal in unseren kühnsten Träumen erahnt hätten. Bei Zafón sagt Daniels Freundin Beatriz: „Ich glaube, nichts geschieht aus Zufall. Im Grunde hat alles seinen geheimen Plan, auch wenn wir ihn nicht verstehen.“ Wir stehen also vor einer riesigen Auswahl von Büchern, die als Weihnachtsgeschenke in Frage kommen und wählen schließlich eines aus.

 

Wenn Bücher als Weihnachtsgeschenke Leben verändern


Das kann bloßer Zufall sein. Es kann aber auch sein, dass das Buch, für das wir uns entscheiden, das Leben des Beschenkten für immer verändert. Dass es etwas in ihm wach ruft. Dass es ihn dazu bringt, etwas Wichtiges in seinem Leben zu verändern. Dass es eine neue Leidenschaft weckt. Dass es ihn begeistert und prägt. Und dann blicken Sie später zurück und erkennen, dass es das Buch als Weihnachtsgeschenk war, mit dem alles begonnen hat. Wie bei Zafón, wo die Kinderfrau der Aldayas, Jacinta, sagt: „Niemand hatte es bemerkt, aber wie immer war das Maßgebliche bereits entschieden, bevor die Geschichte auch nur begonnen hatte.“ Und dann war das Buch, für das Sie sich entschieden haben, nicht einfach nur ein Buch als Weihnachtsgeschenk. Dann war es ein besonderes Geschenk, das zeigt, dass Ihnen jemand am Herzen lag. Ein Geschenk, das Sie nicht gemacht haben, weil eben Weihnachten war und sie etwas verschenken mussten. Sondern ein Geschenk, das Sie endlich machen durften, weil Weihnachten war. Wenn Sie nach solchen Büchern als Weihnachtsgeschenk suchen, dann wollen wir Ihnen hier behilflich sein. Wir haben uns für Sie schon einmal Gedanken gemacht, welche Bücher für welche Art Mensch in Frage kommen können – und die jeweils besten Buchtipps für Sie zusammengestellt. Jetzt sind Sie an der Reihe. Überlegen Sie, was für ein Mensch der Beschenkte ist und stöbern Sie durch unsere 24 Kategorien für Bücher als Weihnachtsgeschenke. Jeden Tag werden wir eine davon in unserem Adventskalender auf der Facebookseite von literaturtipps.de vorstellen.

 

Unsere Tipps für Weihnachtsgeschenke im Überblick:

Weihnachtsgeschenke für Unerschrockene

 

Weihnachtsgeschenke für Fantasy-Freunde

 

Weihnachtsgeschenke für Humorvolle

 

Weihnachtsgeschenke für historisch Interessierte

 

Weihnachtsgeschenke für Verliebte

 

Weihnachtsgeschenke für Hobby-Köche

 

Weihnachtsgeschenke für Gestresste

 

Weihnachtsgeschenke für Gesundheitsbewusste

 

Weihnachtsgeschenke für lesebegeisterte Frauen

 

Weihnachtsgeschenke für Fernwehgeplagte

 

Weihnachtsgeschenke für Kinder und Jugendliche

  

Weihnachtsgeschenke für Sinnsuchende

 

Weihnachtsgeschenke für anspruchsvolle Leser



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