Reiseführer Prag: Auf mystischer Spurensuche

 

Reiseführer Prag als Wegweiser in die mystische StadtIhr Reiseführer für Prag entführt sie in eine Stadt, die schon an der Oberfläche so viel zu bieten hat, dass man kaum weiß, was man sich als erstes anschauen soll. Doch auch unter dieser Oberfläche gibt es etwas, das den Besucher beinah glauben lässt, die Stadt wäre ein lebendiges Wesen, das atmet und sich windet – und das schon seit mehr als 1.000 Jahren. Eine Ahnung von uralten Mythen und Legenden weht durch die Gassen der Altstadt und zieht den Besucher vollends in seinen Bann. Für einiges davon wird er in seinem Prag-Reiseführer sicher Erklärungen finden, anderes wird ein Gefühl bleiben, dem man nur nachspüren kann.

 

Das Zentrum dieses geheimnisvollen Prags ist die alte Judenstadt. Große Teile von ihr fielen Ende des 19. Jahrhunderts großen Sanierungsplänen und massiven Umbaumaßnahmen zum Opfer. Bis dahin, so weiß jeder Reiseführer für Prag zu berichten, war die Judenstadt ein Ghetto, in dem die Juden für sich lebten und in dem vor allem seit dem Anschluss an Prag Mitte des 19. Jahrhunderts untragbare hygienische Zustände herrschten. Schon um 1860 herum zeigte die alte Judenstadt deutliche Spuren des Verfalls und der Verwahrlosung – für Schriftsteller ein nie versiegender Quell der Inspiration. Sie liebten das morbide Flair, das ihre Phantasie beflügelte und schließlich so geheimnisvolle Wesen wie den Golem gebar.

 

Mit dem Reiseführer Prag durch die Winkeln und Gassen


Bis heute prägt diese Prager Literatur, die in den Winkeln und Gassen der Stadt nach dem Geheimnisvollen und Mystischen fahndete, unser Bild der verwunschenen Stadt Prag. Sie mochte sich in dem darauffolgenden Jahrhundert noch so viel Mühe geben, zu der modernen Metropole heranzuwachsen, die die Reiseführer für Prag heute beschreiben, doch die Literatur ging ihren eigenen Weg und strebte nach der "Wiederverzauberung der entzauberten, modernen Welt", wie es Walter Schmitz in „Böhmen am Meer“ nannte. Und keiner verstand es so gut, zu verzaubern, wie Gustav Meyrink, der uns mit „Der Golem“ gleich einem literarischen Reiseführer für das Prag der Jahrhundertwende in das Judenviertel – übrigens auch die Heimat von Franz Kafka, dem größten Sohn der Stadt – führt. Dieses Prag, das es heute nur noch in seinen Büchern gibt, gleicht einem Labyrinth dunkler Gänge und Treppen, das schließlich in das berühmte „Zimmer ohne Zugang" in der Altschulgass führt, in „dem der gespenstische Golem jedesmal verschwand.“

 

Für die Bewohner Prags war der Golem kein Unbekannter. Schon lange spukte er durch ihre Geschichten und Mythen. Es heißt, Rabbi Löw, der oberste Richter der Gemeinde von Prag, habe ihn auf Geheiß Gottes gemeinsam mit seinem Schüler und seinem Diener aus Ton geformt und zum Leben erweckt, damit er einschreiten konnte, „wenn den Juden Unrecht droht“ („Böhmen am Meer“). Der Golem sei von großer Statur gewesen und habe unheimliche Kräfte besessen. Ein mit Zauberformeln beschriebenes Pergament reichte aus, um ihm einen Auftrag zu erteilen, den er dann in den Straßen der Prager Judenstadt ausführte. Seine edle Aufgabe bestand darin, die jüdische Gemeinde vom Vorwurf des Ritualmordes an Kindern zum Passahfest zu befreien.

 

Es hieß damals, die Juden würden alljährlich christliche Kinder foltern und opfern, weil sie ohne Blutvergießen nie wieder in ihre Heimat zurückkehren könnten. Zur Zeit des Passahfestes sei der Golem deshalb durch die Straßen der Judenstadt gezogen und habe jeden angehalten, der eine Last auf dem Rücken trug. Fand er darunter ein totes Kind, das vor eine Synagoge gelegt werden sollte, band er den Täter und die Leiche mit einem Strick zusammen und übergab sie im Stadthaus der Obrigkeit. Eine ähnliche Saga kannte man bereits im 12. Jahrhundert in Trier, der Stadt, aus der Rabbi Löw vermeintlich stammte. In Prag gab es erst 1838 eine erste Niederschrift, die diese Geschichte für immer in die Seele der Stadt schreiben sollte. Mit dem Reiseführer Prag spüren wir dieser und anderen Geschichten nach.

 

Prag-Reiseführer: Alle Sehenswürdigkeiten erleben


Auch Dan Brown ließ sich davon verzaubern, als er die Stadt im Januar 2014 zu einer vermeintlichen Recherche-Reise besuchte. Der Bestseller-Autor, der dafür bekannt ist, „Geschichten wie jener vom Golem die Magie zu extrahieren und sie mit der Wahrheit der Gegenwart zu vermischen“, schwärmte gegenüber Radio Praha: „Ich habe meinen Prag-Besuch wirklich genossen, weil ich eine Menge sehr kurioser Geschichten gehört habe. Von Kafka bis zum Golem, alles eine Reihe mystischer Geschichten. Sie inspirieren, weil sie Elemente von Wahrheit und Märchen beinhalten. Und man weiß nicht, wo sie sich berühren.“ Brown-Fans dürfen also hoffen, dass sich der Autor in die lange Liste derer einreihen wird, die über Prag und seine Geheimnisse geschrieben haben und deren Werke uns mehr über die Seele dieser alten Stadt verraten als viele Reiseführer für Prag es je könnten.


Reiseführer Prag Blick über Stadt und MoldauIhren Spuren können wir noch heute durch die Stadt folgen. Vor allem im Judenviertel, etwa auf dem Alten Jüdischen Friedhof, einem der wenigen Überbleibsel der alten Judenstadt, die die Sanierung zwischen 1893 und 1913 überstanden haben. Weitere Sehenswürdigkeiten hier, auf die Sie Ihr Reiseführer Prag mit Sicherheit hinweisen wird, sind die Altneusynagoge, die älteste erhaltene Synagoge Mitteleuropas, die im 13. Jahrhundert im frühgotischen Stil erbaut wurde und noch heute die Hauptsynagoge der jüdischen Gemeinde in Prag ist, der Zeremoniensaal, der jüdische Sitten und Bräuche zeigt, und die Jerusalemsynagoge. Auch das Jüdische Rathaus darf in keinem Reiseführer Prag fehlen. Der spätbarocke Bau aus dem Jahr 1763 weist neben vielen anderen Besonderheiten eine Uhr im Rathausdach auf, die rückwärtsgeht. Die Zeit wird in hebräischen Nummern angezeigt und die Zeiger wandern – entsprechend der Schreibrichtung im Hebräischen – entgegen unseres Uhrzeigersinns daran entlang.

 

Versäumen Sie aber bei allem Geheimnisvollen und Mystischen, das es in Prag zu erkunden gibt, nicht, auch die anderen Sehenswürdigkeiten der Stadt zu bestaunen. Ihr Reiseführer für Prag wird Ihnen bei der Auswahl helfen. Die Karlsbrücke, die Prager Burg, der Wenzelsplatz und der Altstädter Ring mit der astronomischen Uhr auf dem Rathausplatz dürfen natürlich nicht fehlen und auch der Pulverturm, das Loreto, das Klementinum und der Veitsdom sind wegen ihrer Bauweise und Geschichte wahre Touristenmagneten. Einen schönen Blick auf die 1.000 Jahre alte Stadt erhaschen Sie auch bei einer Bootstour auf der Moldau. Wer das literarische Prag erleben möchte, folgt seinem Reiseführer für Prag zum Beispiel auf den Spuren von Franz Kafka, besucht dessen Geburtshaus, das Haus in der Bilekgasse, in dem er den Ausbruch des Ersten Weltkriegs miterlebte und nüchtern notierte: „Deutschland hat Rußland den Krieg erklärt. – Nachmittags Schwimmschule“, die Wohnung in der Nerudagasse, wo er einen Großteil von „Der Prozess“ und „In der Strafkolonie“ schrieb, oder das berühmte Haus im Goldenen Gässchen, in dem er gemeinsam mit seiner geliebten Schwester Ottla lebte und das heute zu den größten Sehenswürdigkeiten der Stadt gehört. Das aber kann Ihnen Ihr Reiseführer für Prag am besten erklären.

 

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