So finden Sie den perfekten Reiseführer

 

Reiseführer ist nicht gleich Reiseführer – das kann jeder bestätigen, der schon einmal hilflos irgendwo im Ausland gestrandet ist und nicht einmal auf seinen Reisebegleiter in Buchform zählen konnte. Ein guter Reiseführer gibt sich nämlich nicht damit zufrieden, einen kurzen geschichtlichen und kulturellen Abriss zu bieten und den Leser mit Übernachtungs- und Ausflugstipps zu versehen, er ist tatsächlich ein Reisebegleiter, der auch in der Not Rat weiß.

 

Die Faustformel „je dicker der Reiseführer, desto besser“ gilt aber dennoch nicht. Zum einen, weil man natürlich nicht vergessen darf, dass man den Reiseführer den ganzen Tag durch die Gegend tragen und auf Ausflüge mitnehmen möchte, zum anderen, weil nur wenige Menschen im Urlaub viel Zeit damit verbringen wollen, seitenlange Texte über einzelne Ziele oder kulturelle Epochen zu lesen.

 

Ausschließen darf man Letzteres natürlich nicht – denn so unterschiedlich wie die Reiseziele und Urlaubsarten, so unterschiedlich sind auch die Reiseführer. Jemand, der einen Strandurlaub mit genussvollen Städtetrips verbinden und wirklich ausspannen will, der braucht keinen Lonely Planet Reiseführer mit Geheimtipps für Abenteurer. Umgekehrt muss sich ein Backpacker mit ehrgeizigen Ambitionen nicht mit einem Reiseführer abgeben, der in ganzen Kapiteln auf Museen und einzelne Künstler eingeht, die das Urlaubsziel geprägt haben. Und so können schon in der ersten Urlaubsplanung viele Reiseführer für das jeweilige Ziel ausgeschlossen werden. Manchmal – bei Urlaubszielen, die noch nicht so gut erschlossen sind – reduziert das die Anzahl der relevanten Reiseführer sogar auf 1, was dem Urlauber die Qual der Wahl erspart. Zieht es einen jedoch in beliebte oder aufstrebende Urlaubsregionen, steht man dann noch immer vor einem großen Berg mit Reiseführern. Nun muss man wirklich wissen, was man will.

 

Woran Sie einen guten Reiseführer erkennen

 

Für jeden Reiseführer lassen sich einige allgemeine Kriterien festhalten: Er sollte zunächst einmal übersichtlich aufgebaut sein. Ein gutes Inhaltsverzeichnis und eine farbliche Abgrenzung der einzelnen Kapitel und Themengebiete erleichtern das Manövrieren innerhalb des Buches und verkürzen die Suche nach der richtigen Seite. Handelt es sich dann um einen ausführlichen Reiseführer mit langen Texten, achten Sie darauf, ob einzelne Wörter so hervorgehoben sind, dass Sie auch beim Überfliegen schnell jenen Absatz finden, der für Sie in diesem Moment gerade relevant ist. Sie mögen ja vielleicht auf der Fahrt oder auf dem Flug Zeit haben, die detaillierten Beschreibungen im Buch zu studieren, doch vor Ort ist es vor allem wichtig, dass Sie zu jeder Zeit genau die Informationen herausfiltern können, die nun relevant sind. So bleibt mehr Zeit dafür, die beschriebenen Sehenswürdigkeiten mit eigenen Augen zu bestaunen und mit allen Sinnen zu genießen. Gleiches gilt übrigens auch für die Verständlichkeit, die viel dazu beiträgt, ob ein Reiseführer im richtigen Moment hilfreich ist oder nicht. Auch das Kartenmaterial ist nicht zu unterschätzen. Das gilt für Städteführer ebenso wie für Reiseführer, die ganze Länder abdecken. Sicher kann man argumentieren, dass man die Gegend nicht kennenlernt, wenn man nicht ab und zu vom Weg abkommt. Wer aber Stunden und Tage seines Urlaubs damit zubringen muss, nach dem richtigen Weg zu suchen, der wird daran sicher keine Freude haben.

 

Individuelle Reiseführer mit langer Tradition

 

Neben dem „Wie“ spielt bei der Auswahl des Reiseführers natürlich auch das „Was“ eine wichtige Rolle. Wie eingangs schon erwähnt: Für jede Urlaubsart gibt es den passenden Reiseführer. Individualurlauber und Abenteurer kommen an den Reiseführern von Lonely Planet nicht vorbei. Der Verlag wurde in den 1970er Jahren von Tony und Maureen Wheeler gegründet, die damals – frisch verheiratet – von London aus quer durch Asien und von dort nach Australien gereist und dabei auf einen bislang unerschlossenen Reisesektor gestoßen waren. Bis heute erscheinen bei Lonely Planet Reiseführer für Individualreisende, die nicht viel ausgeben, aber dafür umso mehr erleben wollen. Wer mit einem Lonely Planet unterwegs ist, der kann zuverlässige Informationen, detaillierte Karten, Insider-Informationen aus erster Hand, außergewöhnliche Tipps abseits ausgetretener Touristenpfade und hohe Qualität erwarten. Nicht weniger abenteuerlustig als das Ehepaar Wheeler war übrigens ein Deutscher: Karl Baedecker – allerdings 150 Jahre zuvor. Die unbändige Lust am Reisen trieb den Essener Buchhändler durch die Welt. Akribisch und gewissenhaft verfasste er eigenhändig die ersten Reisehandbücher und begründete damit den Baedecker Reiseführer-Verlag, der bis heute von Reisenden für seine detaillierten und zuverlässigen Informationen geschätzt und geliebt wird. Die ewige Lust am Reisen und die Neugier darauf, was hinter der nächsten Biegung liegt, sind ein Markenzeichen des Verlags.

 

Die Erfolgsgeschichte des Individual-Reiseführers

 

Und auch zwei weitere Erfolgsgeschichten aus Deutschland spielen in der gleichen Liga wie die Lonely Planet-Reiseführer: die Bücher aus dem Michael Müller Verlag und die Bände der Reise Know-How-Serie. Für seine Bücher erhielt Michael Müller, der „Er­fin­der des In­di­vi­du­al-Rei­se­füh­rers“ (Die Welt), 2012 den ITB BuchAwards 2012 für sein Lebenswerk. In einer, Zeit in der der Markt an Reiseführern von lang­at­mi­gen Kun­st­rei­se­füh­rer für die Nach­kriegs­ge­ne­ra­ti­on dominiert wurde, entwickelte Müller 1979 einen Verlag für authentische, alternative Reiseführer, die mit echten Reisetipps all jene begeisterten, die Europa wirklich erleben wollten. Ganz ähnlich klingt auch die Geschichte des Reise Know-How Verlags, der bis heute getreu dem Motto „Globetrotter schreiben für Globetrotter“ arbeitet. Peter Rump, der Begründer und Geschäftsführer des Verlags, suchte in den 1970er Jahren nach einem Reiseführer, der auf die wichtigsten Fragen der Individualreisenden in Fernost Antworten wusste: Wo kann man günstig wohnen? Welche Speisen kann man auch dem europäischen Magen zumuten? Wie kommt man am besten zum Flughafen? Wie kann ich mich verständlich machen? Weil er keinen entsprechenden Reiseführer fand, gründete er eben selbst einen Verlag, der all das heute zu bieten hat.

 

Reiseführer für jeden Geschmack und Geldbeutel


Auf der Liste der beliebtesten Reiseführer dürfen aber natürlich auch die Bücher des DuMont Reiseverlags nicht fehlen. Seit 1968 sind mehr als 500 Titel erschienen, die die ganze Vielfalt des Reisens abbilden. Von der Erholungs- und Kulturreise über Städtetrip bis hin zu exotischen Fernreisen und Wandertouren ist hier alles verfügbar. Allen Büchern sei, nach Angaben des Verlags, eine “Aura der Kultiviertheit” zu eigen, die sich in umfassenden Kulturinformationen widerspiegele. Ausdrücklich heißt es da auch, die Reiseführer der Verlags seien nicht für „Low Budget-Reisende konzipiert, wohl aber für Preisbewusste, die gelegentlich auch mal über die Stränge schlagen (möchten)“. Wer mit Reiseführern von DuMont reist, der möchte die Reise mit allen Sinnen erleben, seinen Erfahrungshorizont erweitern, das Reiseziel differenziert betrachten, sich bilden und genießen. Ein tendenziell eher gegensätzliches Konzept verfolgt der Marco Polo-Verlag. Das Konzept ist einfach: Reisen für jedermann, günstig und vielfältig. Kein anderer Verlag verkauft jedes Jahr so viele Reiseführer wie Marco Polo mit seinen berühmten Insider-Tipps. Zwar ist vieles davon gar nicht mehr so unbekannt, doch die Reihe besticht dadurch, dass sie die wichtigsten Fakten übersichtlich und in bezahlbaren Büchern zusammenfasst.

 

Weitere Reiseführer, die hier – ohne Anspruch auf Vollständigkeit - wenigstens kurz erwähnt werden sollen, sind die Allianz Reiseführer, die Merian-Reiseführer, die Stefan Loose-Reiseführer, die Vis-à-Vis-Bücher, die "Gebrauchsanweisung für..."-Bände des Piper Verlags, die Reiseführer des ADAC, die Bücher von Polyglott, von Michelin und National Geographics.

 

Lesen Sie bei uns auch mehr über das Reisen mit Kindern und holen Sie sich in "Die Kunst, allein zu reisen: ...und bei sich selbst anzukommen" Tipps für das Reisen alleine.

 

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