Unternehmer verraten die Geheimnisse ihres Erfolgs

 

Unternehmer auf der Suche nach Erfolg„Zum Erfolg gibt es keinen Lift. Man muss die Treppe nehmen“, sagte der Schweizer Schriftsteller und Verleger Emil Oesch einmal. Oesch galt als Pionier der Weiterbildung und hat mit dem Buch „Die Kunst, Zeit zu haben. Ratschläge für den Umgang mit unserem kostbarsten Gut“ eine ganz neue Denkweise geprägt. Oesch war überzeugt, Zeit ist kostbarer und wertvoller als Geld – und Erfolg lässt sich deshalb nicht in Geld messen, sondern darin, Zeit zu haben. Darin stimmt er mit Bob Dylan überein, der fragt: „Was bedeutet schon Geld? Ein Mensch ist erfolgreich, wenn er zwischen Aufstehen und Schlafengehen, was ihm gefällt.“ Das erscheint logisch, denn wer keinen Erfolg hat, bleibt in seiner eigenen Tretmühle stecken, kommt nicht von der Stelle, entwickelt sich nicht weiter – und hat schon gar keine Zeit, sich zu fragen, ob ihn das, was er dort den lieben langen Tag tut, auch glücklich macht und erfüllt. Nur erfolgreiche Menschen können sich den Luxus leisten, Herzensprojekte umzusetzen – auch dann, wenn sie keinen unmittelbaren Profit abwerfen. Wer sich nicht darum sorgen muss, wie er die Rechnungen zahlen soll, der hat den Kopf frei für Visionen. Doch wie hat man Erfolg? Wie befreit man sich aus dem Hamsterrad? Wie schafft man es, über so viel Zeit und Geld zu verfügen, dass man seine Visionen irgendwann tatsächlich umsetzen kann?

 

Unternehmer berichten von ihrem Weg zum Erfolg

 

Der Beantwortung dieser Fragen haben sich bereits zahlreiche erfolgreiche Unternehmer gewidmet, die wiederum zahlreiche Ratgeber darüber geschrieben haben. Bobby Dekeyser, der belgische Möbel-Magnat, Richard Branson, Begründer des Virgin-Imperiums, und Dominic Multerer, der aufgehende Stern am Marketing-Himmel, sind drei von ihnen – und sie alle haben ihr eigenes Rezept für den Erfolg. Schnell wird so klar, dass es nicht den einen, richtigen Weg zum Erfolg gibt. Was für den Einen funktioniert hat, kann für den Anderen in einer Pleite enden. Erfolg ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Jeder Mensch definiert Erfolg anders, steckt seine Ziele anders und hat eigene Startvoraussetzungen. Dementsprechend können nicht alle Erfolgsgeheimnisse von Unternehmern gleichermaßen hilfreich sein. Eine Erfolgsgeschichte, wie die, die Bobby Dekeyser in seinem Buch "Unverkäuflich!" erzählt, Dekeyser, der zunächst die Laufbahn eines Fußballprofis einschlug und nun mit seinem Möbelunternehmen „DEDON“ auf dem Weltmarkt Erfolge feierte, wird sich nicht einfach noch einmal so wiederholen. Und dass es Richard Branson gelungen ist, aus einem Schallplattenversand ein weltweites, branchenübergreifendes Imperium zu errichten, ist wohl auch ein einmaliger Glücksfall. Doch es gibt Ähnlichkeiten zwischen den Erfolgsgeschichten – und das sind die Punkte, an denen Sie sich orientieren sollten, wenn Sie versuchen, das Geheimnis des Erfolgs zu entschlüsseln.

 

Schaut man sich die Erfolgsgeschichten von Bobby Dekeyser und Richard Branson – die uns hier als Paradebeispiele erfolgreicher Unternehmer dienen sollen – einmal an, zeigt sich, dass es beiden gelungen ist, anders zu sein. Alles, außer gewöhnlich, lautet das Motto erfolgreicher Unternehmer. Bobby Dekeyser zum Beispiel hätte mit seinem Möbelunternehmen niemals so viel Erfolg gehabt, wenn er einfach Möbel hergestellt hätte, wie jeder andere. Stattdessen arbeitet der Belgier mit einer höchst widerstandsfähigen Kunststofffaser zur Herstellung von Outdoor-Möbeln. Diese Idee kam ihm bei genauerer Betrachtung der Griffe von Waschmittelboxen. Das könnte man einen glücklichen Zufall nennen, doch viel wahrscheinlicher ist, dass Bobby Dekeyser das mitbrachte, was für den Erfolg unvermeidlich ist: Er erkannte ein Problem und entwickelte eine innovative Lösung dafür. Arnold Weissmann, Hochschullehrer an der Fachhochschule Regensburg, wird im Internet mit den Worten zitiert: „Wer ein Problem sichtbar besser löst als andere, der kann seinen Erfolg nicht verhindern.“ Die Möbel von „DEDON“ sind der Beweis dafür: Was anderen Unternehmen nicht gelungen ist, hat Bobby Dekeyser mit einer einzigen genialen Idee geschafft. Ähnlich genial war die Idee von Richard Branson, der 1970 einen Versand für Schallplatten gründete, dem er den Namen Virgin gab.

 

Der Weg zum Erfolg symbolisiert als StraßeHeute steht Virgin für ein ganzes Imperium, das in zahllosen Branchen agiert und weltweit 50.000 Mitarbeiter beschäftigt. Und das alles nur, weil Branson etwas getan hat, was zu diesem Zeitpunkt niemand anders getan hat. Und, weil er mit seinem kurz darauf gegründeten Plattenstudio Mike Oldfield unter Vertrag nahm, dessen Album „Tubular Bells“ ein Riesenerfolg wurde. Richard Branson war also zur richtigen Zeit, am richtigen Ort, hatte den richtigen Riecher – und hat die Gelegenheit ohne zu Zögern beim Schopfe ergriffen. Jonathan Swift sagte einmal: „Zur Macht des Glücks bekennen sich nur die Unglücklichen, denn die Glücklichen führen alle ihre Erfolge auf Klugheit und Tüchtigkeit zurück.“ Im Falle von Richard Branson wird es wohl ein bisschen von beidem gewesen sein. Und hier kommen wir wieder zu dem Punkt, den wir eingangs bereits erwähnt haben: Mit dem Erfolg hatte Branson Zeit und Muße, sich den Projekten zu widmen, die ihm wirklich am Herzen lagen. Er expandierte in alle möglichen Richtungen und engagiert sich für soziale und ökologische Zwecke, investiert in die Forschung, besitzt ein eigenes Formel-1-Team und lebt glücklich auf seiner Privatinsel in den British Virgin Islands. Richard Branson hat etwas riskiert, nicht auf Nummer sicher gespielt – und gewonnen. Lesen Sie in seinem Buch "Like a Virgin" mehr darüber.

 

Mit diesen Tipps kommen Sie dem Erfolg näher


Menschen, die etwas erreichen, sind Menschen, die nicht zögern, die keine Angst davor haben, etwas zu riskieren, und Menschen, die über den Tellerrand hinausdenken. Sie halten sich nicht immer an die Regeln, trotteln nicht immer dem Strom nach, sondern wagen den Ausbruch. In Ihrem Buch „Alles, außer gewöhnlich“ beklagen Anja Förster und Peter Kreuz, dass ganze Branchen zu Karaoke-Clubs verkommen sind, „in denen jeder das Lied des anderen nachsingt“. So ist Erfolg unmöglich. Und auch Dominic Multerer, das junge Ausnahmetalent in der Marketingwelt, sagt klar und deutlich: „Deutschlands Unternehmen fehlt der Mut zum Regelbruch“ – und deswegen fehlt es ihnen auch an Erfolg. Multerer selbst ist das beste Beispiel dafür. Er ist frech, provoziert, schwimmt gegen den Strom und geht seinen ganz eigenen Weg. Mit großem Erfolg. Mit seinen 22 Jahren (2013) ist er Dozent an der European Management School Mainz, Beirat der BrandFactory, ein gefragter Redner, selbstständiger Unternehmer und Marketeer – und, nach der Veröffentlichung von „Marken müssen bewusst Regeln brechen, um anders zu sein“ (2013), auch noch erfolgreicher Buchautor. Dafür muss man natürlich die Regeln kennen und den Markt verstehen. Wer wahllos provoziert, wird auch nach Jahren keinen Erfolg damit haben. Die Kunst ist es, bewusst anders zu sein, bewusst zu agieren – und dann den richtigen Moment abpassen und zuschlagen.

 

Das kann im Prinzip jeder lernen, ist aber zugleich nicht jedermanns Sache. Die meisten Menschen fühlen sich in ihrer Comfort-Zone wohl und wollen sie nur ungern verlassen. Es liegt ihnen nicht im Blut, sich in das Haifischbecken hinaus zu wagen, in dem man nur mit Zähnen und Ellenbogen voran kommt, glauben sie. Doch auch hier können Ratgeber Abhilfe schaffen. Robert Betz beispielsweise hat mit der sogenannten Transformations-Therapie einen Ansatz entwickelt, der allen ein Leben in innerer Zufriedenheit und im Einklang mit sich selbst verheißt. Betz war selbst überaus erfolgreich und hatte als Vice President Marketing Europe in einem großen amerikanischen Unternehmen eigentlich alles erreicht, was man sich nur erträumen konnte. Doch obwohl er rein äußerlich alles hatte, fehlte es ihm an einem tieferen Sinn im Leben. Er kündigte also seinen Job und ließ sich in der Reinkarnations-Therapie ausbilden, die heute das Fundament seiner Arbeit bietet. Inzwischen ist es seine Lebensaufgabe, anderen Menschen dabei zu helfen, aus „ihren ‚alten Schuhen’ auszusteigen". Nur so ließen sich Erfolg, Frieden, Freiheit, Freude und Gesundheit zu einem ganzheitlichen Lebensglück vereinen, schreibt er in „Raus aus den alten Schuhen“. Weitere Bücher von Robert Betz, die Ihnen dabei helfen können, Ihre innere Einstellung auf Erfolg umzuprogrammieren, sind „Der kleine Führer zum großen Erfolg“ und „Willst du normal sein oder glücklich? Aufbruch in ein neues Leben und Lieben“.

 

Doch vergessen Sie bei all dem eins nicht: Eine Redensweisheit, an deren Urheber sich niemand mehr erinnern kann, besagt: „Viele verdanken ihre Erfolge den Ratschlägen, die sie nicht befolgt haben.“ Und letztendlich bleibt es dabei – Erfolg ist von Person zu Person unterschiedlich. Die Bücher zum Thema Erfolg und Erfolgsgeheimnisse, die wir für Sie zusammengestellt haben, dienen lediglich als Inspiration und Motivation, enthalten aber keinen Bauplan, den man einfach nur befolgen muss, um erfolgreich zu sein. Den Fahrplan für den eigenen Erfolg muss jeder in sich selbst finden – und dann den Mut haben, ihm zu folgen. Dann können vielleicht auch Sie eines Tages einen Ratgeber schreiben und Ihre Erfolgsgeheimnisse mit denen teilen, die – wie Sie vielleicht heute – nach einer Patentlösung suchen.

 

Diese Bücher zum Thema Erfolg und Erfolgsgeheimnisse von Unternehmern haben wir für Sie zusammengestellt:


Mit den Tipps aus diesen Büchern werden Sie vielleicht selbst zum erfolgreichen Unternehmer und tun es Martin Winterkorn, Martin Limbeck, Marc Zuckerberg, Jack Dorsey und Marissa Mayer gleich.

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