Wie sich Bücher über Design mit dem Bauhaus beschäftigen

 

In Büchern über Design ist 1933 ein dunkles Jahr: In jenem Jahr, das sich 2013 zum 80. Mal jährt, nämlich zwangen die Nationalsozialisten das Bauhaus Dessau (das 1932 bereits nach Berlin umgezogen war) zur Selbstauflösung. Das Bauhaus war die Heimstätte der Avantgarde, ein Ort, an dem Architektur, Kunst und Design geboren wurde, die so innovativ waren, dass kaum jemand sie damals wirklich verstand. Das Bauhaus-Design war auf der Höhe der Zeit – und ihr auch immer noch einen Schritt voraus. Handwerk statt industrielle Massenfertigung war das Motto – Einzelstücke statt serielle Massenproduktion, Individuum statt Masse. Dass die Bauhäusler damit in der NSDAP auf starken Widerstand stießen, die eine Uniformierung anstrebte, um die Massen besser kontrollieren zu können, ist offensichtlich. Die zumeist linksgerichteten Lehrer, Schüler und Förderer des Bauhauses waren den Nationalsozialisten von Anfang an ein Dorn im Auge. Bücher über Design zitieren heute Begriffe wie „entartete Kunst“, mit denen die neuen Machthaber 1933 die Moderne Kunst und das  Neue Bauen belegten. Als „jüdisch“ und „bolschewistisch“ verdammt, war es nur eine Frage der Zeit, bis das Bauhaus dem neuen Machtapparat zum Opfer fiel.

 

Bücher über Design erklären das Phänomen aus Dessau

 

 

Während die Nationalsozialisten auf monumentale Prachtbauten im Stile des Klassizismus setzten - und damit ihre Wurzeln im alten Römischen Reich Deutscher Nationen und die damit einhergehende Machtlegitimierung untermauern wollten - hatte das Bauhaus einen klaren, einfachen Leitspruch, wie er heute noch in allen Büchern über Design zu finden ist: „form follows function“. Damit enden die Gemeinsamkeiten der Design- und Architekturobjekte des Bauhauses jedoch schon weitgehend. Zu versuchen, den Bauhaus-Stil als einheitlichen, klar abzugrenzenden Stil zu definieren, muss kläglich scheitern, denn das Bauhaus kannte viele Stile. Die meisten Bücher über Design hält das dennoch nicht davon ab, diesen Versuch immer wieder zu wagen. Wie aber soll man sonst verstehen, was das Bauhaus war und warum die Nationalsozialisten alles daran setzten, es aufzulösen? Beschäftigt man sich intensiver mit der Idee hinter dem Bauhaus wird das umso unverständlicher, denn es scheint Ansätze im Bauhaus-Gedanken gegeben zu haben, die sich die Nationalsozialisten durchaus hätten zu Nutze machen können: So galt nicht das individuelle Bedürfnis eines speziellen Kundens als Maxime für das Design, sondern die rational und einheitlich entworfene Idee von der Lebensweise des „modernen Menschen“. Die Designobjekte und Häuser entstanden also nach allgemeingültigen Richtlinien der Ästhetik und Funktionalität.

 

Bücher über Design kommen nicht am Bauhaus vorbei

 

Formschönes, funktionales Design: schnörkellos, klar und kubisch – diese Formensprache wird dem Design der Bauhäusler bis heute nachgesagt. Und die meisten Design-Stücke und Bauwerke sprechen auch genau diese Sprache, sind pur, eckig und funktionsorientiert. Überflüssiges wurde rigoros gestrichen, Überfrachtung vermieden. Der reduzierte Stil ist das Markenzeichen des Bauhauses und ein zentraler Punkt in Büchern über Design. Denn auch wenn das Bauhaus 1932 gezwungen wurde, nach Berlin umzuziehen, und Mies van der Rohe die Schule 1933 schließlich auflöste, so ist doch nicht zu leugnen, dass das Bauhaus unseren Blick auf Design und Architektur nachhaltig verändert hat. Obwohl bereits in den späten 1920er Jahren entworfen, inspirieren die Möbel des Bauhauses noch heute die Designer. Noch immer wirkt der Bauhaus-Stuhl (wie man ihn vor allem in den Wartezimmern vieler Arztpraxen findet) zeitlos funktional – und dennoch irgendwie modern. Der Stahlrohr-Hocker B9, der Barcelona-Sessel von Mies van der Rohe, der Wassily-Stuhl von Marcel Breuer, die Freischwinger von Mart Stam und die "Bauhaus-Leuchte" von Wilhelm Wagenfeld finden noch heute ihre Liebhaber und gelten Designern noch heute als Vorbilder. Design konnte nach dem Bauhaus nie wieder so sein wie vorher.

 

Daran konnte auch die Selbstauflösung des Bauhauses vor 80 Jahren nichts ändern. Zu stark waren die gesellschaftlichen Umwälzungen, die neuen Ideen und der Schaffensdrang, die ursprünglich, 1919, zur Gründung der Bauhaus-Schule in Weimar geführt hatten. Walter Gropius hatte damals eine Idee, deren Früchte wegweisend für die Moderne sein würden: Aus der Großherzoglich-Sächsischen Hochschule für Bildende Kunst in Weimar und der 1915 aufgelösten Kunstgewerbeschule Weimar gründete er das Staatliche Bauhaus in Weimar und gewann dafür namhafte Künstler wie Lyonel Feininger, Johannes Itten, Josef Albers und Paul Klee, die daran mitarbeiteten, Design und Architektur in das neue Jahrhundert zu führen, das noch sehr jung war, vom Ersten Weltkrieg aber schon schwer erschüttert. Für die Künstler und Designer war es an der Zeit, einen Stil zu schaffen, der diesen Veränderungen Rechnung trug und sich von all dem abgrenzte, was vor dem Ersten Weltkrieg gewesen war. Eine neue Zeit war angebrochen – und das Bauhaus verlieh ihr eine unverwechselbare Formensprache. Kein Wunder also, dass Bücher über Design dem Bauhaus so viel Aufmerksamkeit schenken. Denn vermutlich ist sogar der Tisch, an dem Sie sitzen, während Sie diesen Text lesen, vom Bauhaus-Design inspiriert – und vieles andere im Zimmer um Sie herum. Ohne das Bauhaus lebten wir heute anders. Seine Bedeutung kann also in Büchern über Design gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. Machen Sie sich selbst ein Bild.

 

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