Yoga statt Antibiotika

 

Dass Yoga sich positiv auf ihr physisches und psychisches Gleichgewicht auswirkt, wissen inzwischen die meisten Menschen. Die jahrtausendealte Yoga-Lehre steht in dem Ruf, durch intensives Training Körper, Geist und Seele in Einklang bringen und damit das Wohlbefinden aktiv steigern zu können. Nun findet Yoga auch in der Medizin immer mehr Anklang: Yoga statt Antibiotika heißt das neue Konzept. Klar ist, die Schulmedizin hat Grenzen, denn sie begreift den Menschen – im Gegensatz zu alternativen Heilmethoden und der Esoterik – nicht als ganzheitliches Wesen. Vielmehr werden die Auslöser als unabhängig von den Symptomen betrachtet. Beim Yoga aber werden nicht Krankheiten oder Probleme bekämpft, sondern stattdessen eigene Kraftreserven und Fähigkeiten des Körpers mobilisiert. Statt ihn von außen heilen zu wollen, wird der Körper beim Yoga motiviert, sich selbst zu helfen. Besonders wichtig dabei: Es gibt kein Patentrezept. Jeder Yogi muss für sich selbst herausfinden, was ihm gut tut.


Nachweisbarer Erfolg


Bereits in den 80er Jahren hat der Leipziger Mediziner Dietrich Ebert damit begonnen, zu erforschen, in wieweit sich Yoga als medizinische Therapieform eignet. Er kam zu dem Ergebnis, dass die Wirkung der Therapie eindeutig für einen verstärkten Einsatz spricht. Seitdem kamen wissenschaftliche Untersuchungen immer wieder zu dem gleichen Ergebnis. So zeigte beispielsweise eine kürzlich durchgeführte Studie an der Universität Greifswald, dass die studentischen Teilnehmer bereits nach einem 10-wöchigen Kurs eine deutliche Verbesserung des so genannten Baroreflexes, einer wichtigen Funktion für die Regulation des Herz-Kreislauf-Systems, zeigten. Eine andere Studie aus dem indischen Bangalore zeigte bei Tuberkulosepatienten eine deutliche Verringerung der Erregeranzahl – und das nur durch regelmäßige yogische Atemübungen in Ergänzung zur Antibiotika-Behandlung. Auch Asthma-Symptome lassen sich durch spezielle Yoga-Atemübungen mildern, wie eine britische Studie herausfand.

 

Yoga auf Rezept

All diese Erkenntnisse sorgen dafür, dass Yoga-Therapien in ganz Deutschland immer stärkeren Zulauf erfahren. Für jedes Gesundheitsproblem gibt es eine eigene Behandlungsmethode: Ob Rücken- oder Gelenkschmerzen, Bluthochdruck oder Magengeschwür - die Therapie passt sich dem Menschen an und nicht der Mensch der Therapie. Wichtig dabei ist regelmäßiges Training und zwar nicht nur während der Therapie, sondern auch allein zuhause. Mit der richtigen Anleitung ist das kein Problem. Bereits eine Stunde Yoga täglich trägt stark zur Verbesserung des allgemeinen Wohlbefindens und einer Verminderung der Symptome bei - auch ohne anstrengenden Lotus-Sitz und Kopfstand.

 

Dabei sollten allerdings keine plötzlichen Wunder erwartet werden: Im Gegensatz zu den Medikamenten der Schulmedizin wirkt Yoga nicht punktgenau und sofort, sondern bringt die körpereigenen Systeme wieder ins Lot. Beim Yoga spielen die Entspannung und die damit einhergehende Verlangsamung der Atmung, Senkung der Herzfrequenz und des Blutdrucks eine wichtige Rolle. Neben dem Heilungseffekt einer akuten Krankheit trägt Yoga deshalb außerdem zur aktiven Gesundheitsvorsorge bei und wird hierfür von den Krankenkassen unterstützt. Deshalb: Sparen Sie sich weitere Ausreden und beginnen Sie Ihr individuelles Yogatraining! Alles, was Sie darüber wissen müssen, finden Sie in unseren Yoga-Ratgebern und auf yoga247.de.

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