Zu Ihrer täglichen Dosis Lachen
Lachen ist gesund – das weiß jeder. Der ganze Körper wird vom Glücksgefühl berauscht, der Lachende entspannt sich und fühlt sich rundherum wohl. Kinder lachen deshalb bis zu 400 Mal am Tag. Bei Erwachsenen sieht es dagegen recht trist aus: Ein durchschnittlicher Erwachsener lacht nur etwa 15 Mal am Tag. Das ist natürlich viel zu wenig, um von all den schönen „Nebenwirkungen“ des Lachens profitieren zu können. Deshalb sollten wir wirklich jede Chance nutzen, um über irgendetwas zu lachen!
Lachen sooft es geht
Ein kurzes freudloses Auflachen oder ein wohlwollendes Schmunzeln aber kann die positiven Effekte des Lachens noch lange nicht aktivieren. Experten zufolge sollte deshalb täglich mehrmals herzhaft und intensiv gelacht werden. Das ist manchmal gar nicht so einfach, wenn der Alltag stressig und voller Probleme ist und dann auch noch der Haussegen schiefhängt. Da muss man die Gelegenheiten zum Lachen schon ernsthaft suchen (oder Hasya-Yoga – das sogenannte Lach-Yoga – praktizieren). Eine andere Möglichkeit, mal wieder so richtig herzhaft zu lachen, sind lustige Bücher und Filme. Da ist die Auswahl schier unerschöpflich. Komödien sind einer ebay-Studie (2011) zufolge der Deutschen zweitliebstes Filmgenre (gleich nach Horror) und lustige Bücher stehen auf den Bestsellerlisten ebenfalls immer sehr weit oben.
Bücher zum Lachen
Die Auswahl lustiger Bücher ist dabei beeindruckend: Neben lustigen Romanen, gibt es witzige Sachbücher mit hohem Unterhaltungswert und sogar humorvolle Kriminalgeschichten. Zu letzteren zählen zum Beispiel Leonie Swanns Schafskrimis. Ein Autor, dessen Bücher man wegen ihres hohen Lachfaktors nicht in öffentlichen Verkehrsmitteln lesen sollte, ist Horst Evers, ein niedersächsischer Autor, der sich vor allem in seiner Wahlheimat Berlin sehr großer Beliebtheit erfreut, wo er Mitglied einer der ältesten Lesebühnen der Stadt ist und wöchentlich seinem Publikum Lachtränen in die Augen treibt.
Wer Horst Evers‘ „Gefühltes Wissen“ oder „Für Eile fehlt mir die Zeit“ im Bus liest, sollte sich deshalb auf argwöhnische Blicke seiner Mitbürger gefasst machen. Gleiches gilt für viele der Bücher von Terry Pratchett. Hier kommen vor allem Freunde des Absurden auf ihre Kosten. Insbesondere der Kultcharakter Tod sorgt bei jedem Erscheinen für große Erheiterung. Die witzigste Antwort auf die Frage nach dem Sinn des Lebens finden Lachfreudige übrigens in Douglas Adams‘ „Per Anhalter durch die Galaxis“.
Loriot: Der Klassiker des Humors
Und dann gibt es da noch einen, der sich über Jahrzehnte hinweg vollkommen unabhängig von Bestsellerlisten und Trends ganz oben auf der Beliebtheitsskala behaupten konnte: Loriot. Als dieser im August 2011 verstarb, erfuhren die Comics und Sketche erneut großes Interesse und brachten Menschen der verschiedensten Generationen zum Lachen. Unglaublich, dass die ersten Comics, die Loriot 1950 im „Stern“ veröffentlichte für so viel Protest sorgten, dass die Serie nach sieben Folgen eingestellt werden musste und der empörte Chefredakteur die Zusammenarbeit aufkündigte. Heute hingegen lachen wir herzhaft über seine Texte und Bilder. Die Faszination Loriots liegt in der heilen Welt, in der Arglosigkeit der Protagonisten und in der liebevollen Art, wie der Autor seine Mitmenschen beobachtete und ihre kleinen Schwächen mit einem Augenzwinkern aufzeigte.
Lachen bis der Arzt kommt
Natürlich haben auch viele Comedians, die uns aus dem Fernsehen bekannt sind, inzwischen den Buch- und Hörbuchmarkt für sich entdeckt. So sorgen Ralf Schmitz, Eckhart von Hirschhausen, Bernd Stelter, Wigald Boning, Dieter Nuhr und Co. regelmäßig dafür, dass ihre Leser mal wieder richtig was zu lachen haben.
Denn wie Eckhart von Hirschhausen schon sagt: „Ein Tag ohne Lachen ist mentale Verstopfung.“ Dagegen hat er auch gleich eine gute Medizin – und zwar in Form seiner Bücher „Die Leber wächst mit ihren Aufgaben“ und „Glück kommt selten allein“. Und der ehemalige Arzt muss es schließlich wissen! In die gleiche Kategorie – lustige Sachbücher – fallen übrigens auch Paul Watzlawicks herrliche „Anleitung zum Unglücklichsein“, Peter Wilhelms „Gestatten, Bestatter!“ und Cathrin Kahlweits und George Deffners „Pubertäter“.
Weitere lustige Buchtipps haben wir für Sie in unseren Toplisten „Romane für die Lachmuskeln“, „lustige Sachbücher“ und „lustige Krimis“ zusammengestellt. Frohes Lachen!
Literaturtipp der Woche
Nele Neuhaus
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Elf Jahre ist es her, dass in dem Taunus-Dorf zwei 17-jährige Mädchen verschwunden sind. Ihr Begleiter Tobias Sartorius, der sich sel...



