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Tschingis Aitmatow

Tschingis Aitmatow (1928 – 2008) war ein kirgisischer Schriftsteller mit großen Verdiensten um die russische Literatur. Er wurde nahe der kasachischen Grenze geboren und erlebte, wie sein Vater der stalinistischen „Säuberung“ zum Opfer fiel. Mit 14 Jahren wurde er zum Gehilfen des Sekretärs des Dorfsowjets. Anschließend arbeitete er als Steuereintreiber, Lagerarbeiter und Maschinistenassistent. Er konnte sich später sogar fürs Studium qualifizieren und so begann er 1946 ein Studium der Veterinärmedizin im kasachischen Dschambul. 1951 begann er seine literarische Tätigkeit mit der Übersetzung kirgisischer Prosa ins Russische. In Moskau studierte er ab 1956 am literarischen Institut. Sein bekanntestes Werk ist die Liebesgeschichte „Dshamilja“ (1958), die im Kirgistan des Kriegsjahres 1943 spielt. Ebenfalls sehr bekannt ist sein Roman „Der Schneeleopard“ (2006), in dem Aitmatow sehr poetisch die sich wandelnden Verhältnisse in Kirgistan nach dem Fall der Sowjetunion schildert. 2008 verstarb Aitmatow in einer Nürnberger Klinik an den Folgen einer Lungenentzündung.

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