Monica Ali
Monica Ali (Jahrgang 1967) ist eine britische Schriftstellerin, die als eine der bedeutendsten Autorinnen der britischen Gegenwartsliteratur gilt. Sie wuchs als Tochter eines Bengalen und einer Engländerin zunächst in Bangladesch auf und zog im Alter von drei Jahren ins englische Bolton. In England studierte Monica Ali Philosophie, Politik- und Wirtschaftswissenschaft am Wadham College in Oxford. Schon ihr Debütroman, „Brick Lane“, sorgte für Aufsehen. Darin erzählt Ali die Geschichte von bengalischen Einwanderern in London und von einer jungen Frau aus Bangladesh, die von ihrem älteren Ehemann eingesperrt und tyrannisiert wird. Monica Alis Betrachtungen des Islams im modernen Großbritannien sorgten – nur ein Jahr nach dem 11. September 2001 – für Aufsehen. Gegenüber der Berliner Zeitung sagte die Autorin: „Ich wollte das Klischee herausfordern. Wir sehen einen Sari oder ein Kopftuch - und haben schon eine Meinung über die Person darunter. Jetzt kommen die Leute zu mir und sagen, dass sie ihre indische oder bengalische Nachbarin mit ganz anderen Augen sehen.“ „Brick Lane“ war der Beginn einer sehr vielversprechenden Karriere. Es folgten die Romane „Alentejo Blue“, „Hotel Imperial“ und „Die gläserne Frau“. Mit „Die gläserne Frau“ ist Monica Ali wieder ein herausragender Roman gelungen, in dem sie den Gedanken aufgreift, Prinzessin Diana habe ihren Tod 1997 nur vorgetäuscht, um ihrem Leben im Blickpunkt der Öffentlichkeit zu entkommen. Das Buch erhielt fast ausschließlich gute Kritiken und lässt erahnen, dass man von Monica Ali noch großes erwarten kann.
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