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Stefan Aust

Stefan Aust (Jahrgang 1946) ist ein deutscher Journalist, der zwischen 1994 und 2008 Chefredakteur des deutschen Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“ war und der sich vor allem mit seinen Arbeiten zum „Deutschen Herbst“ und der RAF einen Namen gemacht hat. Aust, Sohn eines Landwirts aus Stade, begann seine journalistische Laufbahn als Redakteur bei der Zeitung „konkret“ und bei den „St. Pauli Nachrichten“. Seit 1970 arbeitete er beim Norddeutschen Rundfunk (NDR) und dort lange Zeit für das Magazin „Panorama“. 1988 übernahm er die Chefredaktion der Fernsehausgabe des Magazins „Der Spiegel“, „Spiegel TV Magazin“. Seit er 1970 auf eigene Faust die Zwillingstöchter von Ulrike Meinhof und des „konkret“-Herausgebers Klaus Reiner Röhl aus ihrer RAF-Gefangenschaft auf Sizilien befreit hatte, geriet Aust immer wieder in Konflikt mit der RAF, die mehrfach versuchte, ihn zu töten. Sein Buch „Der Baader-Meinhof-Komplex“, eine aufwendige, 900 Seiten umfassende Arbeit zur RAF, sein Opus Magnus, gilt seit seiner Veröffentlichung 2007 als das Standardwerk zur Geschichte des linksrevolutionären deutschen Terrors. 2008 erhielt Aust wegen schlechten Führungsstils und mangelnder Innovationskraft die Kündigung als Chefredakteur des Spiegels. Aus dem Mediengeschäft hat er sich jedoch noch nicht zurück gezogen: Als Anteilseigener an der agenda media GmbH und als Moderator tritt er immer wieder in Erscheinung. Außerdem verfasste er zahlreiche, zumeist politische, Bücher und drehte mehrere Dokumentar- und Spielfilme.

 

 

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