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Hans Bentzien

Hans Bentzien (Jahrgang 1927) war ein früherer Politiker der DDR, SED-Funktionär und Minister für Kultur in der DDR. Bentzien absolvierte eine Ausbildung als Lehrer, wurde dann jedoch zum Kriegsdienst eingezogen und geriet in britische Kriegsgefangenschaft. Nach dem Krieg trat er der SED bei, studierte an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität in Greifswald und Geschichte an der Friedrich-Schiller-Universität in Jena. Es folgte ein Studium an der Parteihochschule der KPdSU in Moskau, das er als Diplom-Gesellschaftswissenschaftler beendete. Ab 1958 war Bentzien als Sekretär für Kultur und Bildung der SED-Bezirksleitung Halle und in der Kulturkommission beim Politbüro des Zentralkomitees der SED tätig. Nach seiner Ablösung als Minister für Kultur wurde Bentzien 1966 Direktor des Verlages Neues Leben und wechselte 1975 zum Rundfunk. In seinen zahlreichen Büchern setzte sich Bentzien nach der Wiedervereinigung mit der DDR-Vergangenheit auseinander, verfasste aber auch Biographien. 2003 veröffentlichte er, gemeinsam mit Harry Czepuck und Gerhard Fischer, das Sachbuch „Fragen an die DDR“, eine Sammlung von Fragen und Antworten über die ehemalige DDR.

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