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Waris Dirie

Waris Dirie (Jahrgang 1965) ist ein ehemaliges Supermodel aus Somalia, das sich heute intensiv für den Kampf gegen Genitalverstümmelung in ihrer Heimat einsetzt. Dirie entstammt einer somalischen Nomadenfamilie. Im Alter von fünf Jahren wurde sie – wie es in ihrem Volk üblich ist – beschnitten. Nur acht Jahre später sollte sie an einen viel älteren Mann verheiratet werden. Um dem zu entgehen, floh sie nach Mogadischu, wo sie die Gelegenheit bekam, von ihrem Onkel, dem damaligen somalischen Botschafter, mit nach London genommen zu werden. Während eines Jobs als Putzkraft bei McDonalds fiel sie dem Fotografen Terence Donovan ins Auge. Kurz darauf war sie die erste schwarze Frau, die jemals das Cover der Vogue zierte. Fortan arbeitete sie für Chanel, L’Oréal und Cartier und war auch im James Bond-Film „Der Hauch des Todes“ zu sehen. Noch immer aber litt sie psychisch unter ihrer Beschneidung. 1997 wurde sie deshalb zur UN-Sondergesandten gegen Beschneidung erklärt. Ein Jahr später erschien ihr Buch, „Wüstenblume“, in dem sie ihre außergewöhnliche Lebensgeschichte erzählt und auch auf das Thema Beschneidung aufmerksam macht. Es folgten die Bücher „Nomadentochter“ (2001) und „Schmerzenskinder“ (2005). Diese Bücher und auch das 2007 erschienene „Brief an meine Mutter“ wurden allesamt Bestseller. Für ihr Engagement gegen die Beschneidung – u.a. für die Gründung ihrer Waris Dirie Foundation – erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen, darunter auch den Women’s World Award.

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