Édouard Glissant
Édouard Glissant (Jahrgang 1928) ist ein aus der Karibik stammender, französisch sprachiger Schriftsteller, Dichter und Philosoph, der als einer der Vordenker seiner Heimat gilt. Im Nordosten von Martinique als Sohn eines Plantagenverwalters aufgewachsen, ist Glissant eng mit seiner Heimat verbunden. Dennoch ging er 1946 zum Studium der Philosophie, Ethnologie und Literatur nach Paris. Bereits Anfang der 50er Jahre veröffentlichte er seine ersten Gedichte und stand in Paris bald im Zentrum intellektueller Diskurse. Für seinen ersten Roman, „Die Sturzflut“ (1958), erhielt er den Prix Renaudot. Es folgten zahlreiche Gedichte, Romane, Essays und Stücke. Seit 1965 lebt Glissant wieder in seiner karibischen Heimat. Hier arbeitete er als Chefredakteur des „UNESCO-Kuriers“ und als Professor am Graduiertenzentrum der City University New York. 2010 veröffentlichte er „Das magnetische Land“, einen Reisebericht über die Osterinsel Rapa Nui, die seine Lebensgefährtin Sylvie Séma für ihn bereist hatte, da er aus Altersgründen dazu nicht mehr in der Lage war.
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