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Michael Götschenberg

Michael Götschenberg verfolgt als Journalist das politische Geschehen in Berlin. Michael Götschenberg ist ein deutscher Politikjournalist, der seit vielen Jahren zum engsten Kreis der Hauptstadtjournalisten gehört und die politischen Entwicklungen in Berlin beobachtet und kommentiert. 2013 sorgte er mit dem Buch „Der böse Wulff?“, einer fachkundigen Analyse der Affäre Christian Wulff, für Aufsehen. Seine journalistische Laufbahn begann Michael Götschenberg als freier Mitarbeiter für russische Medien in Moskau, bevor er beim mitteldeutschen Nachrichtensender MDR Info als Moderator anfing. Zwischen 2001 und 2003 war Götschenberg dann Nachrichtensprecher beim MDR-Fernsehen, bevor er im Auftrag des MDR nach Brüssel ging und dort fünf Jahre lang als EU- und NATO-Korrespondent arbeitete. Seit 2010 ist Michael Götschenberg Leiter des MDR-Hörfunkstudios im ARD-Hauptstadtstudio in Berlin und kann hier das politische Geschehen hautnah verfolgen. Deshalb verfügt er über exklusives Hintergrundwissen über das, was sich zur Zeit der Affäre Wulff hinter den Kulissen des Medien- und Politikbetriebs der deutschen Hauptstadt tat.

In seinem Buch „Der böse Wulff?“ macht Michael Götschenberg deutlich, dass die Medien nicht nur informierende Beobachter waren, als Christian Wulff zum Bundespräsidenten ernannt und später zum Rücktritt gezwungen wurde. Im Gegenteil: Sie trugen aktiv ihren Teil zu den Entwicklungen bei. Monate lang führten die Journalisten eine publizistische Treibjagd auf das Staatsoberhaupt. Ein Jahr nach dem Rücktritt des ehemaligen Bundespräsidenten lässt Götschenberg die Geschehnisse Revue passieren und zieht die Bilanz einer Amtszeit und ihrer Skandale. Sein Fazit: "Ich bin eigentlich der Überzeugung, dass Wulff kein schlechter Bundespräsident war“, doch Michael Götschenberg sah auch, dass Wulff schon recht früh das Gefühl dafür verlor, welche beruflichen und privaten Dinge besser voneinander zu trennen wären. Die Schuld sieht er aber nicht alleine beim Präsidenten: „Wenn man sich den Verlauf der Krise ansieht, dann war es am Ende bei aller berechtigten Aufregung über die Vorwürfe, die auf den Tisch kamen, war es am Ende ein Machtkampf zwischen Bundespräsident und Medien. Und in dem Punkt haben die Medien meines Erachtens ihre Rolle verlassen, sind auch aus der Rolle gefallen. Ähnlich wie Wulff, als er zum Telefon griff und bei 'Bild'-Chef Kai Dieckmann anrief." (Quelle: dradio.de „Wulff und die Medien, 04.02.2013) Am Ende ging es den Medien nicht mehr darum, den Fall im Interesse der Öffentlichkeit aufzuklären, da ist sich Michael Götschenberg sicher. Es ging nur noch darum, einen zu Fall zu bringen, der ihnen nicht mehr genehm war. All das legt Götschenberg fundiert und sachkundig, objektiv und verständlich in seinem Buch „Der böse Wulff?“ dar, das all jenen sehr zu empfehlen ist, die verstehen wollen, was damals in Berlin geschehen ist.

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