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Peter Handke

Peter Handke (Jahrgang 1942) gilt als das Enfant terrible der deutschsprachigen Literaturszene. Untrennbar mit ihm verbunden, ist der Begriff der „Beschreibungsimpotenz“, die er den Literaten auf einer Tagung der Gruppe 47 in Princeton vorwarf. Handkes Stücke waren provokant und neuartig und sorgten für jede Menge Gesprächsstoff. Handke wurde als Kind einer Slowenin und eines deutschen Bankangestellten in Kärnten geboren. 1945 zog die Familie nach Ost-Berlin. Kurz vor Beginn der Berlin-Blockade flohen sie jedoch im Sommer 1948 zurück nach Kärnten. Hier besuchte Peter Handke später das Priesterseminar des örtlichen Gymnasiums. In seinem Lehrer, dem Schulprofessor Dr. Reinhard Musar, fand er schon früh einen Förderer seiner Schreibkunst. Kurz vor dem Abschluss wechselte er nach Klagenfurt.

Ab 1961 studierte Peter Handke auf Anraten des Professors Rechtswissenschaften in Graz. Musar hatte ihm das Studium empfohlen, da es nur wenige Monate intensiven Lernens erforderte und die restliche Zeit zum Schreiben freibliebe. In Graz entdeckte er auch seine Leidenschaft für den Film, die ihm ein Leben lang erhalten bleiben sollte. Erste Texte von Peter Handke wurden in der Literatur- und Hörspielabteilung von Radio Graz verlesen. Seinen Debüt-Roman „Die Hornissen“ schrieb er ab 1964. Der Durchbruch gelang ihm jedoch erst mit dem Theaterstück „Publikumsbeschimpfungen“, das 1966 von Regisseur Claus Peymann inszeniert wurde. In der Folgezeit lebte Peter Handke in Düsseldorf und Paris. Für seine Erzählungen und Dramen erhielt er 1973 den Schiller-Preis und 1973 den Georg-Büchner-Preis. Nach zahlreichen USA-Reisen kehrte Handke 1979 nach Österreich zurück.

In diese Zeit ungewöhnlich langer Sesshaftigkeit fallen viele bedeutsame Werke des Autors, darunter „Langsame Heimkehr“, „Kindergeschichte“ und „Der Chinese des Schmerzes“. Handke verfasste außerdem das Drehbuch für den Wim Wenders- Film „Himmel über Berlin“, der zahlreiche Auszeichnungen erhielt. Die Freundschaft mit Wim Wenders sollte bis heute andauern. Bevor sich Handke an seinem heutigen Wohnort in Paris niederließ, ging er von 1987 bis 1990 auf Weltreise. Seine Erlebnisse hielt er in „Gestern unterwegs. Aufzeichnungen November 1987 bis Juli 1990“ und „Das Gedicht der Welt“, „Die Geschichte des Bleistifts“, „Phantasien der Wiederholung“ und „Am Felsfenster morgens“ fest. 2008 erschien sein Roman „Die morawische Nacht“, für den Peter Handke für den Deutschen Buchpreis nominiert war. Handke lehnte die Nominierung jedoch ab, um einem jüngeren Autoren den Vortritt zu lassen. Dennoch ist die Liste seiner Auszeichnungen beachtlich: Darunter finden sich der Franz-Grillparzer-Preis (1991), der Große Österreichische Staatspreis für Literatur (1987) und der Siegfried Unseld Preis (2004). Auffällig ist, wie oft Peter Handke Preise abgelehnt, das Preisgeld zurückgegeben, gespendet oder geteilt hat. Auch darin wird er seinem Ruf als Enfant terrible der deutschsprachigen Literatur mehr als gerecht.

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