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Jaroslav Hašek

Jaroslav Hašek (1883 – 1923) war ein bedeutender tschechischer Schriftsteller, der mit seinem Roman „Die Abenteuer des braven Soldaten Schwejk“ in die Literaturgeschichte eingegangen ist. Schon im Alter von 17 Jahren veröffentlichte Hašek erste Gedichte und Reiseskizzen, später schrieb er Humoresken für verschiedene Zeitschriften. Seit 1904 war Jaroslav Hašek Mitglied der tschechischen anarchistischen Bewegung und geriet hier häufig in den Konflikt mit dem Gesetz. Auch in seinem Schreibstil widersprach Hašek den damaligen Literaturkonventionen. So verwendete er eine derbe und vulgäre Volkssprache, die nach damaligen Maßstäben als unerhört erachtet wurde. Zu seinen Lebzeiten ordnete man Jaroslav Hašek deshalb in die Sparte der „Gossenliteratur“ ein. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der k.u.k. Armee an der Ostfront und geriet in russische Kriegsgefangenschaft. Dort schloss er sich der tschechischen Legion an und kam später zur Roten Armee. Erst 1920 kehre Jaroslav Hašek nach Prag zurück, wo er die Arbeit an seinem Hauptwerk, „Die Abenteuer der braven Soldaten Schwejk“ aufnahm. Da er jedoch an Tuberkulose erkrankte, konnte Hašek den Roman niemals vollenden. Er starb – auch in Folge seines massiven Alkoholkonsums – im Alter von nur 39 Jahren. Erst nach seinem Tod erfuhren seine Werke ihre heutige Würdigung. „Die Abenteuer des Soldaten Schwejk“ gilt als einer der bedeutendsten tschechischen Romane der Literaturgeschichte und als eines der wichtigsten Werke über den Ersten Weltkrieg überhaupt.

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