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Judith Hermann

Judith Hermann (Jahrgang 1970) ist eine deutsche Schriftstellerin, die mit ihren Kurzgeschichten für Aufsehen sorgte. Hermann wuchs in Berlin auf, studierte hier Germanistik- und Philosophie und wollte anschließend als Journalistin arbeiten. Sie besuchte die Berliner Journalistenschule und ging für ein Praktikum vorübergehend nach New York. Hier schrieb sie erste literarische Texte und entdeckte die Kurzgeschichte für sich. Zurück in Berlin besuchte sie Autorenwerkstatt Prosa im Literarischen Colloquium Berlin und erhielt das Alfred-Döblin-Stipendium der Akademie der Künste. 1998 erschien ihr erster Prosaband „Sommerhaus, später“, ihr viel gefeiertes Debüt, das dem tot geglaubtem Genre der Kurzgeschichte zu neuem Ruhm verhalf. Das Buch wurde vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Hugo-Ball-Förderpreis und dem Kleist-Preis. Erst 2003 folgte dann ihr zweites Buch „Nichts als Gespenster“. Wiederrum sechs Jahre später veröffentlichte sie „Alice“, einen Kurzgeschichtenband, der sich um eine Person, die Titel stiftende Alice, und das Thema Tod und Verlust dreht und sich darin schon dem Genre des Romans annähert.

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