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Friedrich Hölderlin

Johann Christian Friedrich Hölderlin (1770 – 1843) war ein bedeutender deutscher Lyriker und Dramatiker, der seine Werke als eigenständige Gattung zwischen Weimarer Klassik und Romantik platzierte. Friedrich Hölderlin wuchs in wohlhabenden Verhältnissen auf, verlor aber früh sowohl den Vater als auch den Stiefvater. Nachdem er die Lateinschule in Nürtingen besucht hatte, studierte Hölderlin an der Universität von Tübingen und schloss hier mit den zukünftigen Philosophen Georg Wilhelm Hegel und Friedrich Wilhelm Joseph Ritter von Schelling Freundschaft. Nach dem Studium betätigte sich Hölderlin, der sich weigerte, dem Wunsch seiner Mutter nach dem Pfarrerberuf nachzukommen, als Hauslehrer bei wohlhabenden Familien. In den folgenden Jahren machte er jedoch während eines weiteren Studiums in Jena bedeutende Bekanntschaften, unter anderem mit Johann Wolfgang von Goethe, Friedrich Schiller und Friedrich von Hardenberg. Seine besondere Verehrung galt Friedrich Schiller, doch 1795 kam es zum Bruch mit dem Idol und Friedrich Hölderlin kehrte nach Nürtingen zurück und nahm seine alte Stellung als Hauslehrer wieder auf. Schon lange litt Hölderlin unter Hypochondrie, doch 1805 gab es dann ernsthafte Anzeichen für einen beginnenden Wahnsinn. Er kam in das Universitätsklinikum von Tübingen und erfuhr hier eine 231-tägige Zwangsbehandlung. Durch diese traumatische Erfahrung verschlechterte sich das gesundheitliche Befinden von Friedrich Hölderlin abermals. 1807 wurde er als „nicht heilbar“ entlassen und kam zur Pflege in den Haushalt eines Tübinger Tischlers, der Hölderlins großes Werk „Hyperion“ sehr bewunderte. Hier nahm er zunächst das dichterische Schaffen wieder auf, zog sich dann aber immer mehr zurück. Sein Spätwerk bildet diesen allmählichen geistigen Verfall deutlich ab. 1843 starb Friedrich Hölderlin in Tübingen. In dem Band „Gesammelte Werke“ können Sie das Gesamtwerk des großen deutschen Lyrikers und Dramatikers nachlesen. Angefangen bei den gereimten Hymnen des Frühwerks, über die antik inspirierten Oden und die reifen Gedichte, Elegien und freien Hymnen bis hin zu den kurzen Epigrammen (z.B. „Hälfte des Lebens“), seinem Briefroman „Hyperion“ und philosophischen Überlegungen finden Sie hier alle bedeutenden Texte von Friedrich Hölderlin.

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