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Wladimir Kaminer

Wladimir Kaminer (Jahrgang 1967) ist einer der beliebtesten deutschen Autoren. Kaminer wurde in Moskau geboren und wuchs in der Sowjetunion als Kind russisch-jüdischer Eltern auf. Nach einer Ausbildung zum Toningenieur für Theater und Rundfunk studierte Kaminer Dramaturgie. 1990 zog er in die DDR, wo er die Wiedervereinigung erlebte. Seine literarische Karriere begann er mit Gedichten, die er wöchentlich im Berliner Kaffee Burger vortrug. Dort organisierte er auch regelmäßig seine „Russendisko“, Schauplatz seines ersten Romans und zugleich seines größten Erfolgs. Der gleichnamige Roman erschien im Jahr 2000 und wurde bereits in mehrere Sprachen übersetzt. 2011 kam der Film zum Buch, mit Matthias Schweighöfer in der Rolle des Wladimir, in die deutschen Kinos. Auf den Erfolg des Erstlings folgten zahlreiche Romane und Erzählbände, die sich mit gängigen Klischees des deutschen und speziell des Berliner Alltagslebens auseinander setzen. Kaminer veröffentlichte außerdem regelmäßig Texte in deutschen Zeitungen und Zeitschriften, hatte seine eigene Sendung – „Wladimirs Welt“ – auf Radio Multikulti und war gelegentlich im ZDF-Morgenmagazin zu sehen. 2007 veröffentlichte er „Mein Leben im Schrebergarten“ und 2009 klärte er mit „Es gab keinen Sex im Sozialismus“ über gängige Legenden und Missverständnisse über den Alltag in der Sowjetunion auf. 2011 sorgte er mit der Ankündigung für Aufsehen, er wolle für das Amt des Regierenden Bürgermeisters von Berlin kandidieren. Seine Liebe zur Stadt wurde auch in dem 2012 erschienen Buch „Onkel Wanja kommt!“ deutlich, in dem Wladimir Kaminer einen nächtlichen Spaziergang mit seinem Onkel aus Moskau zum Anlass nimmt, über die Stadt und das Leben zu philosophieren.

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