Natascha Kampusch
Natascha Kampusch (Jahrgang 1988) sorgte 2006 für ein weltweites Medienecho, als es ihr nach acht Jahren gelang, sich aus der Gefangenschaft des Nachrichtentechnikers Wolfgang Prikolpil zu befreien. Dieser hatte die damals zehnjährige Österreicherin 1998 entführt und in einem Kellerverlies gefangen gehalten. Über viele Jahre hinweg konnte der Fall – trotz einiger Zeugenaussagen – nicht aufgeklärt werden. 3.096 Tage lang blieb Natascha Kampusch verschwunden, bis es ihr am 23. August 2006 gelang, von dem Grundstück im niederösterreichischen Strasshof zu fliehen. Ihr Peiniger warf sich noch am selben Abend vor einen Zug der Wiener S-Bahn. Vier Jahre später veröffentlichte Natascha Kampus mit „3096 Tage“ ihren Bericht der Zeit der Entführung, der von der Presse bewundernd als „Dokument der Selbstbemächtigung“ (Dennis Scheck) angenommen wurde.
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