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Leїla Marouane

Leїla Marouane (Jahrgang 1960) gilt als eine der bedeutendsten Autorinnen Algeriens. Sie lebte bis 1990 in ihrer Heimat, wo sie als Journalistin tätig war. Seitdem lebt und arbeitet sie in Paris und besitzt die französische Staatsbürgerschaft. Das Leitthema ihres Lebens – Immigration aus Nordafrika und immer neue Wellen eines gewalttätigen Islamismus – verarbeitet sie auch in ihren Büchern. Vier Romane und mehrere Erzählungen hat sie bislang veröffentlicht; sie alle thematisieren die Unterdrückung der Frau in ihrer algerischen Heimat und das Aufeinanderprallen westlicher Moderne mit islamischem Fundamentalismus. Auch ihr neuster Roman, „Das Sexleben eines Islamisten in Paris“ (2010), widmet sich, beschwingt und humorvoll, diesem Thema. Darin erzählt sie die Geschichte des in Frankreich lebenden Algeriers Mohamed Ben Mokhtar, der nichts mehr möchte, als ein normaler Franzose zu sein, dessen konservative Familie ihm aber mindestens ebenso viele Steine in den Weg legt, wie die Islamfeindlichkeit der Franzosen.

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