Thomas Melle
Thomas Melle (Jahrgang 1975) ist ein deutscher Buchautor, dem es in seinem Roman „Sickster“ hervorragend gelingt, die Abgründe der Gegenwart, die Grenzen des Ichs und die Leiden der Gesellschaft einzufangen. Jedes Komma dieses wütenden Romans scheint elektrisch geladen zu sein; jeder Schlag sitzt. Kein Wunder, dass Thomas Melle und „Sickster“ es 2011 auf die Shortlist des Deutschen Buchpreises schafften. Melle studierte in Tübingen Vergleichende Literaturwissenschaft und Philosophie und verbrachte einen Teil seines Studiums an der University of Texas at Austin und in Berlin, an der Freien Universität. Bekannt wurde Thomas Melle mit den Erzählungen aus seinem Band „Raumforderung“, Gedichten, Theaterstücken und Hörspielen, für die er mehrfach ausgezeichnet wurde, unter anderem 2008 mit dem Förderpreis zum Bremer Literaturpreis. Thomas Melle lebt heute in Berlin und lässt hoffen, dass wir von diesem sprachbegabten Autoren noch viel hören und lesen werden.
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Warum wir Bücher lesen, auch wenn sie uns weh tun, auch wenn sie uns zwingen, uns mit der Dunkelheit in uns selbst auseinander zu setzen, ist ein Phänomen, das nur diejenigen verstehen können, die selbst vom Bücherfieber gepackt sind und die einfach nicht anders können, als mehr und mehr Bücher zu lesen.


